Mars-Rover findet neue Hinweise auf mögliches Leben

Curiosity hat ungewöhnlich starke Schwankungen der Methan-Konzentration auf dem Mars entdeckt. Irgendwo in der Nähe des Roboters muss es eine Methanquelle geben. Diese könnte geologischen oder biologischen Ursprungs sein.

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Der Marsrover Curiosity hat überraschend starke Schwankungen der Methan-Konzentration auf dem Roten Planeten gemessen. Der von dem Forschungsroboter registrierte Methananteil in der Marsatmosphäre schnelle kurzzeitig bis zum Zehnfachen in die Höhe, berichten Forscher um Christopher Webster vom Jet Propulsion Laboratory der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Fachblatt Science.

Daraus schließen die Wissenschaftler, dass sich in der Nähe von Curiosity eine Methanquelle befinde, an der das Gas produziert oder ausgestoßen werde und sich dann rasch in der Umgebung verteile. Welcher Art diese Quelle ist, wissen die Forscher nicht.

Direkte Hinweise auf biologische Aktivität haben sie nicht gefunden. Doch lebende Mikroben wären eine von zwei möglichen Erklärungen für das Methan, berichtet die New York Times. Demnach sei das gefundene Methan auch dann eine kleine Sensation, wenn es geologischen Ursprungs sei.

Das Gas Methan ist auf der Erde meist biologischen Ursprungs. Es könnte also auch auf dem Mars etwa als Abfallprodukt von dort lebenden Mikroben entstehen. Insbesondere auf dem Mars könnte es jedoch auch auf andere Weise entstehen, etwa durch den Abbau von Staub und organischem Material, das mit Kometen auf den Roten Planeten geregnet ist.

Das Team um Webster hatte den Methangehalt in der Marsatmosphäre in der Nähe des Gale-Kraters untersucht und festgestellt, dass er nur etwa halb so hoch liegt wie aus den bekannten Prozessen erwartet. In den 20 Monaten Messdaten von Curiosity schnellte die Methan-Konzentration jedoch kurzzeitig für etwa 60 Marstage bis zum Zehnfachen in die Höhe. Das ist überraschend, weil das Gas eine Lebensdauer von etwa 300 Jahren in der Atmosphäre habe.

Der Kleinwagen-große Roboter hat auf dem Roten Planeten bereits mehrere Kilometer zurückgelegt und zahlreiche wissenschaftliche Daten und Fotos zur Erde geschickt. Er überstand während seiner Mission schon Stürme, Computerpannen und Kurzschlüsse. Jüngst hatte die Entdeckung der Überreste eines Sees für Aufsehen gesorgt – ein weiterer Hinweis darauf, dass Leben auf dem Planeten einst möglich war.

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