Schweizer Nationalbank führt Negativ-Zinsen ein

Die Schweizerische Nationalbank will Bank-Kunden aus dem Franken treiben und hat Negativ-Zinsen auf Girokonten verordnet. Betroffen sind zunächst Konten ab zehn Millionen Franken.

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Die Schweizer Notenbank führt zur Schwächung des Frankens Negativzinsen ein. Große Guthaben auf Girokonten der Notenbank werden künftig mit einem Abschlag von 0,25 Prozent belastet, teilte die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag mit. Die SNB strebt damit an, dass ihr Referenzzins Dreimonats-Libor in den negativen Bereich fällt. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird deshalb auf minus 0,75 bis plus 0,25 Prozent ausgedehnt. Der Negativzins wird auf Guthaben erhoben, die einen Freibetrag von zehn Millionen Franken pro Kontoinhaber übersteigen.

„In den letzten Tagen haben verschiedene Faktoren zu einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Anlagen geführt“, erklärte die SNB. „Die Einführung von Negativzinsen macht das Halten von Frankenanlagen weniger attraktiv und unterstützt damit den Mindestkurs.“ Die Notenbank bekräftigte, den vor mehr als drei Jahren eingeführten Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen zu wollen. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt höher zu Kursen um 1,2070 Franken gehandelt.


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