IWF zögert mit neuen Krediten für die Ukraine

Der Internationale Währungsfonds will der Ukraine nicht so schnell helfen, wie es das faktisch zahlungsunfähige Land bräuchte. Der IWF ist offenbar von den Zweifeln in der EU angesteckt, dass die Ukraine ein Fass ohne Boden sein könnte.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Ukraine haben keine Einigung über die nächste Kredittranche für das osteuropäische Land erzielt. Bei den Verhandlungen der vergangenen Tage habe man „ein größeres Verständnis für die jeweiligen politischen Prioritäten entwickelt“, erklärte der IWF am Freitag. Die Gespräche sollen im Januar in Kiew fortgeführt werden. Eigentlich soll die Ukraine im selben Monat die dritte Tranche eines Kredits erhalten, von dem bislang 4,6 Milliarden Dollar ausgezahlt wurden. Insgesamt stehen 27 Milliarden Dollar bereit. Die westlichen Staaten verlangen im Gegenzug Reformen und eine konsequente Bekämpfung der Korruption.

Die ukrainische Wirtschaft leidet unter den Folgen des Konflikts mit pro-russischen Separatisten. Jüngsten IWF-Schätzungen zufolge dürfte die Regierung in Kiew sogar noch zusätzlich 15 Milliarden Dollar benötigen. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk forderte die EU am Montag zu rascher finanzieller Hilfe auf.

Doch die EU hat bei ihrem Gipfel erkennen lassen, dass sie selbst derzeit nicht in der Lage ist, die Ukraine aus der Portokasse zu finanzieren.

Dem Land droht auch die offizielle Zahlungsunfähigkeit, wenn nicht bald Geldgeber gefunden werden.

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