Spanien: Anschlag auf die Zentrale der Regierungs-Partei

In Spanien hat ein Mann sein Auto in die Parteizentrale der Regierungspartei PP gerammt. In dem Wagen fand die Polizei Butangasflaschen sowie einen selbst-gebastelten Zünder. Der Mann gab an, ein in den Ruin getriebener Unternehmer zu sein, die Polizei hält ihn für geistig verwirrt.

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Wie die spanische Zeitung El País berichtet, hat der 37-Jährige sich bei seiner Verhaftung als Unternehmer ausgegeben, der wegen der Regierungspartei Partido Popular (PP) „alles verloren hat“. Allerdings finde sich Medienrecherchen zufolge kein Unternehmen auf seinen Namen im Handelsregister. Er soll jedoch seit einiger Zeit arbeitslos sein und gerade ein gescheitertes Vorstellungsgespräch hinter sich haben, so Recherchen der Zeitung El Mundo im Heimatort des Täters. El Diario berichtet, er habe probeweise für eine kommunale Bürgerwehr gearbeitet.

Bei der Festnahme habe der Mann Polizeiangaben zufolge gedroht, 15 Kilo Sprengstoff im Fahrzeug zu haben, sowie einen Zeitzünder, der auf eine Explosion in 45 Minuten programmiert sei. Tatsächlich fand die Polizei zwei Säcke Industriedünger und einen Benzinkanister mit  rudimentärer Zündvorrichtung. Diese hätte die selbst gebastelte „Bombe“ jedoch nicht zur Explosion bringen können.

Das Fahrzeug drang mit hoher Geschwindigkeit in das Hauptgebäude der Parteizentrale ein und kam in der Lobby vor den Füßen einer Reinigungskraft zum Stehen. Niemand wurde verletzt.

Die Polizei hat daraufhin kurzzeitig die betreffende Straße im Madrider Stadtzentrum gesperrt, ebenso die umliegenden U-Bahnhöfe.

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