Spekulation: Axel Springer will T-Online übernehmen

Die Deutsche Telekom und der Axel Springer-Verlag verhandeln offenbar über den Verkauf des Portals T-Online an Springer. Ob auch die t-online.de-Emaildaten dann an Springer wandern, ist noch unklar.

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Die Deutsche Telekom will einem Magazinbericht zufolge ihr Internet-Portal T-Online an den „Bild“-Verlag Axel Springer verkaufen. Beide Unternehmen verhandelten bereits darüber, schreibt die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Gespräche seien aber noch in einem sehr frühen Stadium. Auch sei offenbar noch nicht endgültig entschieden, ob die Telekom alle Teile des einst größten europäischen Internet-Service-Providers abstoßen wolle. So könnten etwa die in Deutschland weit verbreiteten E-Mail-Konten von T-Online bei dem Bonner Konzern verbleiben. Auch sei eine gründliche Prüfung der Pläne durch das Kartellamt wahrscheinlich. Der Berliner Springer-Konzern verlagert sein Geschäft zunehmend vom traditionellen Printbereich ins Internet.

Dem „Handelsblatt“ zufolge soll Axel Springer zudem am Kauf des Online-Vermarkters Interactive Media von der Telekom interessiert sein. Das berichtet die Zeitung vorab aus ihrer Montagausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Interactive Media vermarktet so unterschiedliche Portale wie AutoScout24, Bunte.de, Kicker online oder Wetter.info. Im Falle einer Übernahme würde Interactive Media vermutlich in Springers Vermarkter Axel Springer Media Impact (ASMI) aufgehen.

Interactive Media wurde ursprünglich 1988 von Springer selbst gegründet. 2001 übernahm T-Online zunächst 50 Prozent der Anteile an dem Vermarkter. 2003 erfolgte die Komplettübernahme von Interactive Media durch den Online-Dienst, das mittlerweile eine eigenständige GmbH unter dem Dach der Deutschen Telekom ist und mit T-Online nichts mehr zu tun hat. Weder bei Springer noch bei der Telekom war am Sonntagabend jemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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