Ungarn will sich nicht am Kalten Krieg gegen Russland beteiligen

Ungarns Premier Vikor Orban geht auf Distanz zur EU und wirft der US-Regierung vor, einen neuen Kalten Krieg gegen Russland anzetteln zu wollen. Ungarn werde sich daran nicht beteiligen.

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Der Streit zwischen der ungarischen Regierung und den USA eskaliert weiter. Ministerpräsident Viktor Orban sagte am Dienstag, die US-Regierung nehme Korruptionsvorwürfe gegen hochrangige ungarische Beamte als Vorwand, um den amerikanischen Einfluss in Europa auszubauen. Angesichts der Ukraine-Krise warf er den USA auch vor, die EU in den Konflikt hineinziehen zu wollen. „Zwischen den USA und Russland entwickelt sich eine Stimmung wie im Kalten Krieg. Wir wollen uns daran nicht beteiligen“, sagte Orban.

Die USA hatten im Oktober mehrere ungarische Beamte auf eine schwarze Liste gesetzt und ihnen die Einreise untersagt. Die Regierung wirft ihnen Korruption vor. Unter den Betroffenen ist die Chefin der Steuerbehörde, Ildiko Vida. Sie hat die Vorwürfe von sich gewiesen.

Die USA und andere westliche Partner des Nato-Staates verfolgen die engeren Beziehungen zwischen Ungarn und Russland mit Missbilligung. So setzt Orbans Regierung beim Bau von zwei Atomreaktoren auf Technik und Geld aus Russland.

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