US-Polizei erschießt schwarzen Jugendlichen

In Missouri haben Polizisten einen schwarzen Jugendlichen erschossen, Die Umstände sind unklar. Die Polizei sprach von Notwehr. Nach dem Ereignis stürmte eine aufgebrachte Menschenmenge an den Tatort und attackiert die Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern.

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In den USA ist erneut ein schwarzer Jugendlicher von einem Polizisten erschossen worden. Wie die Polizei von St. Louis County am Dienstagabend mitteilte, kam es zu den Schüssen bei einer Routinekontrolle an einer Tankstelle in der Kleinstadt Berkeley unweit von Ferguson im US-Bundesstaat Missouri. Der Mann hatte den Angaben zufolge eine Pistole auf den Polizisten gerichtet.

Polizeichef Jon Belmar sagte auf einer Pressekonferenz, der Zwischenfall sei für alle Beteiligten tragisch. „Es gibt keine Gewinner, es gibt nichts als Verlierer“, betonte er.

Der Polizist sei einer Meldung über Diebstahl nachgegangen und an der Tankstelle aus seinem Auto gestiegen, um dort mit zwei Männern zu sprechen. Einer der beiden habe über die Motorhaube hinweg eine geladene Neun-Millimeter-Pistole auf ihn gerichtet. Der Beamte habe daraufhin seine Waffe gezogen, sei rückwärtsgegangen, gestolpert und habe drei Schüsse abgegeben. Einer habe den Mann mit der Waffe getötet, ein zweiter habe den Reifen des Autos getroffen. Örtlichen Medien zufolge ist der Tote 18 Jahre alt.

An der Tankstelle versammelten sich nach Polizeiangaben später 200 bis 300 Leute. Einige hätten Steine und Feuerwerkskörper auf die anwesenden etwa 50 Polizisten geworfen. Zwei Beamte seien verletzt und vier Personen festgenommen worden.

In Ferguson war im August der 18-jährige Michael Brown von einem weißen Polizisten erschossen worden. Dies hatte schwere Krawalle ausgelöst. Nach weiteren Fällen, in denen Polizisten unbewaffnete Schwarze töteten, aber nicht angeklagt wurden, kam es jüngst zu einer Protestwelle in den USA gegen Polizeigewalt und Rassismus.

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