Technische Probleme: Ukraine muss Atomreaktor abschalten

Im ukrainischen Atomkraftwerk Saporoschje gibt es erneut Probleme: Im die Sicherheit zu gewährleisten, musste der staatliche Energoatom-Konzern einen der sechs Reaktorblöcke abschalten. Die genauen Hintergründe sind unbekannt.

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Einen Monat nach einem Zwischenfall in dem größten Atomkraftwerk der Ukraine hat der Betreiber erneut einen der sechs Reaktorblöcke im AKW Saporoschje abgeschaltet. Dadurch solle der Reaktor vor Schäden geschützt werden, teilte der Staatskonzern Energoatom in Kiew am Sonntag mit. Um das Kraftwerk sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden.

Der Grund für die Abschaltung sei eine Störung des Transformators, sagte Energieminister Wladimir Demtschischin in einem Bericht für Präsident Petro Poroschenko. «Dies ist ein technisches Problem, das in wenigen Tagen behoben sein wird», sagte der Minister.

Die kurzfristige Abschaltung eines Reaktors in Saporoschje Ende November hatte im Westen Erinnerungen an die Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 ausgelöst. Damals hatte sich von der Ukraine aus eine Wolke radioaktiver Teilchen über Westeuropa ausgebreitet.

Das AKW Saporoschje von 1984 ist mit einer Leistung von 6000 Megawatt das größte in Europa und stellt 22 Prozent der Stromversorgung der Ukraine. Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew hatte kürzlich vor Sicherheitsrisiken gewarnt, sollte die prowestliche Führung in Kiew russische Brennstäbe in den Reaktorblöcken durch US-amerikanische ersetzen.


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