Nato-Erweiterung: USA verlegen Panzer nach Deutschland

Die USA werde im neuen Jahr 150 gepanzerte Fahrzeuge nach Europa verlegen. Etwa 50 werden in Deutschland stationiert. Die Aktion ist Teil der Nato-Osterweiterung und kommt den Amerikanern auch im Hinblick auf die Ukraine-Krise gelegen. Das neue Euro-Land Litauen will Nato-Waffen in die Ukraine liefern.

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Das Jahr 2015 dürfte weiter im Zeichen der Militarisierung Europas und dem damit verbundenen Konjunktur-Schub für die Rüstungsindustrie stehen. Die USA wollen im kommenden Jahr etwa 150 gepanzerte Fahrzeuge nach Europa verlegen. Davon dürften etwa ein Drittel an den Ausbildungsstätten in Deutschland stationiert werden, sagte der für Europa zuständige US-Heereskommandeur General-Leutnant Ben Hodges der Nachrichtenagentur Reuters. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht getroffen worden.

Erwogen werde auch die Verlegung von Fahrzeugen nach Polen, Rumänien oder in die baltischen Staaten. Die Entscheidung zur Aufstockung des Materials – darunter auch Kampfpanzer – sei vor zwei Jahren und damit vor dem Beginn der Ukraine-Krise getroffen worden, sagte Hodges. Insgesamt seien in Europa gegenwärtig etwa 60.000 US-Soldaten stationiert.

Die Aussage von Hodges ist allerdings nur begingt glaubwürdig: Die Nato ist seit Jahren damit beschäftigt, ihre Militärpräsenz in Osteuropa auszubauen. Der Sturz des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch wurde seit langer Zeit von der CIA unterstützt. Die Amerikaner folgen der Doktrin des ehemaligen Sicherheitsberaters Zbgniew Brzsezinski, dessen Sohn Mark Brzsezinski US-Botschafter in Schweden ist. Brzsezinski jr. war Eurasien-Berater von Bill Clinton und außenpolitischer Berater von Barack Obama, bevor er nach Stockholm entsandt wurde.

In jedem Fall kommt die Entwicklung einer verstärkten Truppen-Präsenz der Amerikaner in Europa sehr entgegen: Die USA haben Waffenlieferungen an die Ukraine beschlossen. Das per 1.1.2015 dem Euro beitretende Litauen hat sich bereit erklärt, Waffen in die Ukraine zu exportieren. Die ukrainische Regierung hat den Militärhaushalt auf Kosten des Sozial-Budgets erhöht. Die EU berät über weitere Kredite an die Ukraine

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