Luxus nicht gefragt: BMW muss 625 Millionen Euro an Händler in China zahlen

Im Streit um zu hohe Verkaufsziele muss BMW seinen Händlern in China mit 685 Millionen Euro unter die Arme greifen. Nachfrage und Preise für neue Modell der Luxus-Klasse in China sinken. Die Händler bleiben auf den Verlusten sitzen.

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BMW zahlt in einem Streit um zu hohe Zielvorgaben 685 Millionen Euro (5,1 Milliarden Yuan) an seine chinesischen Händler. Das Geld solle helfen, die Verluste der Autohändler auszugleichen, erklärte der Händlerverband Cada am Montag. BMW bestätigte eine Einigung mit den Händlern, wollte aber keine Details nennen.

Die Autohändler hatten sich bei den Behörden über die hohen Verkaufsziele beschwert, die ihnen von den Herstellern diktiert würden. Den in Boomzeiten geschlossenen Vereinbarungen zufolge müssten die Autohändler den Herstellern eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen abnehmen – mehr, als die meist selbstständigen Unternehmer wiederum gewinnbringend verkaufen könnten. Während die Pkw-Konzerne wie geplant Gewinne in China machen, müssen laut Cada vor allem die Händler die Folgen von Nachfrage- und Preisrückgängen ausbaden und Verluste hinnehmen.

Nach einem Führungswechsel anfang Dezember will BMW innovativer werden, muss aber gleichzeitig die Kosten in Grenzen halten. Viele Hersteller, so auch BMW, haben sich Sparprogramme verordnet. Die Finanzspritze an das Vertriebsnetz in China läuft diesem Sparplan zuwider.


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