AfD kündigt Zusammenarbeit mit Pegida an

Die Alternative für Deutschland und die Pegida-Bewegung wollen zusammenarbeiten. Es gäbe „inhaltliche Schnittmengen“, erklärt die sächsische AfD-Vorsitzende Frauke Petry nach einem Treffen mit Vertretern der Pegida.

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Die Alternative für Deutschland (AfD) strebt die Zusammenarbeit mit der Pegida-Bewegung an. „Wir haben festgestellt, dass es offensichtlich inhaltliche Schnittemengen gibt“, erklärte die AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry am Donnerstag in Dresden. Dies sei das wesentliche Ergebnis eines Treffens mit sieben Vertretern der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) am Mittwochnachmittag. Von der Pegida selbst lag zunächst keine Stellungnahme zu dem ersten offiziellen Gespräch von Vertretern der Bewegung mit AfD-Spitzenpolitikern vor.

Petry wandte sich erneut gegen die Vorbehalte der meisten Parteien, die der Pegida Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorwerfen. „Das halten wir für falsch“, erklärte Petry.

Pegida hatte das Attentat auf die Redaktion der französischen satirischen Zeitschrift „Charlie Hebdo“ am Mittwoch in Paris als Beleg dafür gewertet, dass Islamisten nicht demokratiefähig seien, sondern auf Gewalt und Tod als Lösung setzten. „Unsere Politiker wollen uns aber das Gegenteil glauben machen“, erklärte die Organisation auf ihrer Facebook-Seite weiter.

AfD-Vize Alexander Gauland sieht die Dresdner Pegida-Demonstranten ebenfalls als natürliche Verbündete der Alternative für Deutschland (AfD). «Wenn sie diese 19 Punkte angucken, die in Dresden bei Pegida-Demonstrationen verteilt werden, sind wir sehr nahe», sagte Gauland am Mittwoch im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Auf die Frage, ob er so weit gehen würde, das Anti-Islam-Bündnis als natürlichen Verbündeten der AfD zu sehen, antwortete Gauland: «Jedenfalls was die Dresdner Pegida angeht: Ja.» Gauland hatte sich bereits im vergangenen Jahr entsprechend geäußert.

Der Bundesvorsitzende der AfD, Bernd Lucke, hat sein Entsetzen über die Terrorattacke auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» ausgedrückt. Der Chef der Partei warnte jedoch vor Pauschalverurteilungen. Er rief am Donnerstag zu «Besonnenheit» auf: «Man darf nicht die Gewalttat zweier Extremisten einer ganzen Religionsgemeinschaft anlasten, deren Großteil aus friedliebenden, unbescholtenen Menschen besteht.»

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