Ehemaliger Bank-Berater wegen Mord aus Habgier verurteilt

Ein ehemaliger Bank-Berater ist in Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte einen Rentner getötet, um an dessen Ersparnisse zu kommen.

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Wegen Mordes aus Habgier ist ein 39-jähriger Ex-Bankberater in Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht befand ihn am Donnerstag für schuldig, im August 2013 einen 76-jährigen Rentner vorsätzlich umgebracht zu haben. «Wir gehen davon aus, dass er getötet hat, um an Geld zu kommen», sagte der Richter über den Verurteilten.

Der Fall hatte lange als «Mord ohne Leiche» gegolten. Erst am 14. Prozesstag brach der Angeklagte sein Schweigen. Er bekannte, dass er den Mann getötet, seine Leiche verbrannt und die Knochen im Wald vergraben habe. Die Verteidigung, die Freispruch verlangt hatte, kündigte nach dem Urteil Revision an. Der Vorsatz sei nicht bewiesen.

Wie der Richter ausführte, lebte das Opfer einsam in einem verwahrlosten Haus am Stadtrand von Wiesbaden. Der frühere Ingenieur hielt Patente und hatte vier Millionen Euro in der Schweiz versteckt. 2013 zahlte er Steuern nach und holte sein Vermögen nach Deutschland zurück.

Das habe der Angeklagte gewusst, der damals selbstständig für eine Bausparkasse und eine Bank arbeitete. In akuter Geldnot nach Verlust dieser Arbeit habe er den Rentner in dessen Haus besucht und getötet. In seinem Geständnis sprach der Angeklagte von einem Unfall. Er habe sich in einem Handgemenge wehren müssen.

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