Interpol setzt Janukowitsch auf internationale Fahndungsliste

Der ukrainische Ex-Präsident Janukowitsch steht ab sofort auf der Fahndungsliste von Interpol. Eine Auslieferung an die Ukraine ist nun rechtlich möglich. Momentan soll sich Janukowitsch in Russland aufhalten. Ihm wird Veruntreuung und Korruption vorgeworfen.

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Interpol hat den ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch auf die Fahndungsliste der internationalen Polizeiorganisation gesetzt. Dem 64-Jährigen werden Veruntreuung und finanzielles Fehlverhalten vorgeworfen, wie aus dem am Montag veröffentlichten Fahndungsaufruf hervorgeht. Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete jedoch unter Berufung auf eine mit dem Fall vertraute Quelle, Russland werde höchstwahrscheinlich eine Auslieferung ablehnen. Janukowitsch soll sich in Russland aufhalten, wohin er sich im vergangenen Februar abgesetzt hatte, berichtet Reuters.

Die Aufnahme in die Interpol-Liste berechtige zu Janukowitsch‘ Auslieferung an die Ukraine, egal in welchem Land er in Gewahrsam genommen werde, erklärten die ukrainischen Behörden. Sie beschuldigen den Ex-Präsidenten, sich gemeinsam mit Verwandten und Vertrauten auf Kosten der Staatskasse und durch korrupte Geschäfte bereichert zu haben. Janukowitsch hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Russland erklärte nach seiner Flucht, Janukowitsch sei das Opfer eines faschistischen Staatsstreichs.

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