Everest Capital verliert 800 Millionen Dollar nach Franken-Entscheidung

Everst Capital muss seinen größten Hedge Fonds schließen. Die Manager wetteten auf einen sinkenden Franken. Nach der überraschenden Entscheidung der Schweizerischen Notenbank verlor der Hedge Fonds mehr als 800 Millionen Dollar.

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Everest Capital schließt seinen größten Hedge Fonds. Zuvor hatte dieser fast sein gesamtes Geld verloren, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Mindestkurs des Franken zum Euro aufgehoben hatte.

Der Global Fund von Everest Capital habe darauf gesetzt gehabt, dass der Franken an Wert verliere, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag eine mit dem Vorgang vertraute Person. Doch das Gegenteil passierte, nachdem die Notenbank am Donnerstag den seit etwa drei Jahren geltenden Mindestkurs zum Euro abgeschafft hatte.

Der Hedgefonds-Manager Marko Dimitrijevic schließe nun seinen größten Fonds, den Global Fund von Everest Capital, berichtete Bloomberg. Der Fonds habe per Ende 2014 über ein Vermögen von etwa 830 Millionen Dollar verfügt. Everest Capital verwalte aber immer noch sieben andere Fonds mit einem Kapital von insgesamt etwa 2,2 Milliarden Dollar. Ein Everest-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Dimitrijevic war zunächst nicht zu erreichen.

Everest Capital sitzt in Miami und ist auf Schwellenländern spezialisiert. Insgesamt führt das Unternehmen noch sieben Fonds mit Vermögenswerten von 2,2 Milliarden Dollar.

Die Entkoppelung des Schweizer Franken vom Euro hatte kurz nach Bekanntgabe auch die ersten Insolvenzen von Devisen-Händlern ausgelöst. Erste Rettungs-Maßnahmen wurden angestoßen.

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