China: Börse in Shanghai bricht ein

Der Shanghai Composite meldet den größten Tagesverlust seit seit sieben Jahren. Aktien von Finanzinstituten und Brokern verloren um knapp acht Prozent an Wert. Die Gründe: Die Regierung beschränkt die Vergabe von Krediten zu Spekulationszwecken. Auch die Aktion der SNB dürfte eine Rolle gespielt haben.

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An der Börse in China brechen die Kurse ein. Am Montag gab es die größten Verluste seit dem Jahr 2008. Grund dafür war das Verbot bestimmter Finanzprodukte („Margin Lending“), die in den vergangenen drei Monaten für exzessive Marktspekulationen verantwortlich gemacht wurden. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan tendierte 0,35 Prozent tiefer.

Bei Margin Lending handelt es sich um Kredite, die Investoren aufnehmen können, um dann mit dem Geld an der Börse zu spekulieren. Innerhalb der vergangenen sechs Monate gab es bei Aktien einen Kurszuwachs von 63 Prozent bei Margin Lending. Die Regulatoren sehen darin eine instabile Entwicklung, berichtet Bloomberg. Sie wollen die Entstehung einer neuen Finanzblase verhindern.

Die Börse in Shanghai tendierte mit fast acht Prozent im Minus. Insbesondere die Aktien von Finanzinstitutionen und Brokern verloren an Wert. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde zum Verbot von Margin Lending habe den Kapitalzufluss gestoppt, der für die jüngste Rally verantwortlich gewesen sei, sagte Du Changchun, Analyst bei Northeast Securities.

Nach der Abkopplung des Schweizer Franken vom Euro vergangene Woche ist die Börse in der Schweiz um 14 Prozent eingebrochen. Anleger auf der ganzen Welt waren von der Entscheidung der SNB überrascht. Banken, Broker und Hedge-Fonds verloren viel Geld. Die Auswirkungen dieser Entscheidung spürt man nun bis nach China.


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