Trotz Sanktionen: Ikea plant Milliarden-Investitionen in Russland

Der schwedische Möbel-Hersteller Ikea will trotz der Krise in Russland expandieren. Im vergangenen Jahr hatte Ikea auf dem russischen Markt einen Umsatz von sechs Milliarden Euro verzeichnet. In den kommeden Jahren sollen Warenhäuser, Shopping-Center und sogar Produktions-Stätten in Russland ausgebaut werden.

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Der multinationale Möbel-Riese Ikea will trotz der schweren Krise weiterhin Milliarden in Russland investieren. „Wir wollen Ikea mehr Menschen zugänglich zu machen“, zitiert Dagens Nyheter die Ikea-Sprecherin Daniela Rogosic. Ikea hat 2014 in Russland einen Umsatz von sechs Milliarden Euro erzielt, berichtet ETRetail.com. Der gesamte Umsatz soll landesweit investiert werden.

Im Jahr 2013 war Russland in Bezug auf den Umsatz des Möbel-Herstellers der viergrößte Absatzmarkt. Damit lag der russische noch vor dem schwedischen Markt.

„Dank der Ikea-Warenhäuser und Shopping-Center ist Russland einer unserer am schnellsten wachsenden Märkte“, meldete das Unternehmen in seinem Jahresbericht 2013. Doch die russische Wirtschaft wurde im vergangenen Jahr aufgrund des Öl-Preisverfalls, der Sanktionen, der Ukraine-Krise, der Turbulenzen auf dem Aktienmarkt und des Rubel-Verfalls schwer getroffen.

Rogosic wörtlich: „Ziel ist es, weiterhin sowohl in Kaufhäuser und in die Wertschöpfungskette zu investieren. Dadurch soll bis 2020 eine Umsatz-Verdoppelung erzielt werden (…) Es gibt auch Pläne, eine neue Fabrik in Weliki Nowgorod mit dem Produktions-Schwerpunkt auf Kleiderschränke, Küchenschränke und Speicherlösungen zu bauen.“

Doch auch der Kleider-Hersteller H&M hat großes Vertrauen in den russischen Markt. Im Jahresbericht 2013 wird gemeldet, dass es „große Chancen für eine Expansion in Russland“ gebe.

Der Landesdirektor der Organisation Business-Schweden, Andreas Giallourakis, sagt, dass die Lage in Russland immer komplizierter werde. Schwedische Akteure hätten zunehmend Finanzierungs-Engpässe. Deshalb sollten Markteintritte und Standorts-Strategien gut überprüft werden. Allerdings habe er noch nicht beobachten können, dass schwedische Firmen den russischen Markt aufgegeben hätten. „Russland ist ein großer Markt, der sich geographisch in der Nähe von Schweden befindet“, sagt Giallourakis.

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