Westliche Banken nervös: Schieflage bei russischem Öl-Konzern Rosneft

Aufgrund der Russland-Sanktionen kann sich der Öl-Riese Rosneft nicht mehr mit liquiden Mitteln versorgen. Der Konzern hat Schulden in Höhe von 40 Milliarden Dollar. Der Kreml will Rosneft mit Steuergeldern retten. Auch die großen Banken im Westen würde eine Pleite empfindlich treffen. Sie sind große Gläubiger.

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Der private US-Geheimdienst Stratfor sieht den russischen Rosneft-Konzern in Bedrängnis: Der Westen plane weitere Sanktionen gegen die russischen Energie-Riesen Transneft, Gazprom Neft und vor allem Rosneft. Die Konzerne haben ohnehin Schwierigkeiten an liquide Mittel ranzukommen, was unter anderem zum Stopp von Bohrprojekten führt. Zudem wird der Import von Technologie gehemmt.

Die Hälfte aller russischen Staatseinnahmen stammt aus dem Verkauf von Energieträgern. Davon entfallen 80 Prozent auf den Öl-Sektor und Rosneft ist die größte Öl-Firma Russlands. Doch der Konzern hat Schulden in Höhe von 40 Milliarden Dollar. Davon müssen 26,2 Milliarden Dollar bis Ende 2015 – 21,2 Milliarden Dollar in den kommenden sieben Monaten – getilgt werden, berichtet Stratfor.

Die meisten der Gläubiger von Rosneft kommen aus den USA, der EU und Japan. Rosneft ist unter anderem Schuldner bei der Bank of America (BoA), Barclays, Bank of Tokyo-Mitsubishi, ING Group, BNP Paribas, Intesa Sanpaolo, Citi, Natixis, Credit Agricole, Nordea Bank, JP Morgan, Sumitomo Mutsui Banking Corporation, Societe Generale und Unicredit.

Die russische Regierung plant einen Bail-out für den Konzern. Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew sagt, dass der Staat einen großen Teil der Rosneft-Schulden – aber nicht alles – tilgen werde. Zudem soll Rosneft bis 2018 vom chinesischen Energie-Riesen China National Petroleum Corp. (CNPC) insgesamt 63 Milliarden Dollar aus einem Energie-Deal erhalten soll.

Ministerpräsident Dmitri Medwedew sagt, dass der Kreml optional 40,6 Milliarden Dollar aus dem Nationalen Wohlstands-Fonds für Rosneft bereitstellen könne.

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