Ex-Soldaten aus Frankreich kämpfen für den IS

Im Nahen Osten sollen französische Ex-Soldaten für den IS kämpfen. Sie sollen ehemalige Fallschirmjäger und Mitglieder der Fremden-Legion sein. Einige von Ihnen agieren als militärische Ausbilder von IS-Kämpfern.

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Ein Dutzend ehemaliger Soldaten der französischen Armee sollen für den Islamischen Staat (IS) im Nahen Osten kämpfen. Sie sollen im Irak und in Syrien im Einsatz sein.

Einer von ihnen soll in der syrischen Region Deir Ezzor der militärische Ausbilder von jungen französischen IS-Kämpfern sein, berichtet Radio France Internationale (RFI).

Unter den IS-Kämpfern aus Frankreich sollen sich ehemalige Fallschirmjäger und Mitglieder der Fremden-Legion befinden. Das bestätigte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Le Drian fügte hinzu, dass es nicht das Anliegen der Behörden sei, ehemalige Soldaten zu beobachten. Es gehe vielmehr darum, Radikalisierungs-Tendenzen im Militär zu unterbinden, zitiert ihn Le Point. Im Bereich der inneren Terror-Bekämpfung würden die Nachrichtendienste aktuell 3.000 Personen beobachten.

Unklar ist, ob es sich bei den französischen IS-Kämpfern um reine ideologisch motivierte Personen oder bezahlte Söldner handelt. In Syrien kämpfen sowohl auf Seiten der Regierung als auch auf Seiten der „bewaffneten Opposition“ Söldner aus aller Welt.

So hatte im Jahr 2013 das Assad-Regime 267 Söldner der russischen paramilitärischen Einheit „Slawisches Corps“ angeheuert, um gegen bewaffnete Islamisten und die Freie Syrische Armee (FSA) zu kämpfen.
In Saudi Arabien werden Spenden von wohlhabenden arabischen Scheichs gesammelt, um den Krieg gegen das Assad-Regime zu finanzieren. Der Islamische Staat (IS) besteht aus 7.000 bis 12.000 Mann, wovon 3.000 Ausländer sein sollen.

So lockt auch der IS potentielle Kämpfer mit Geld. „Sie boten mir 1500 US-Dollar im Monat [das Fünffache des durchschnittlichen syrischen Gehalts] sowie ein Auto, ein Haus und alle Kameras die ich brauchte (…) Die Ausrüstung, die sie dort hatten, war erstaunlich“, zitiert die Financial Times einen ehemaligen IS-Kämpfer.

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