UBS führt Negativ-Zinsen für Unternehmen und Anleger ein

Die Schweizer Großbank UBS wird eine individuelle Straf-Gebühr auf große Spar-Einlagen von Firmen erheben. So gibt UBS die von der Schweizer Notenbank eingeführten Negativzinsen an ihre Kunden weiter.

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Die Großbank UBS gibt die von der Schweizer Notenbank eingeführten Negativzinsen an Großkunden weiter. UBS werde eine individuelle Gebühr auf große Einlagen von Firmen, institutionellen Anlegern und Körperschaften erheben, teilte die Bank am Dienstag mit.

Seit dem 22. Januar erhebt die Schweizerische Nationalbank (SNB) einen Negativzins von 0,75 Prozent auf Bankeinlagen, die eine bestimmte Freigrenze übersteigen. Die SNB will damit erreichen, dass internationale Anleger weniger Geld in der Schweiz parken – und der Aufwertungsdruck auf den Franken nachlässt. Ähnliche Gebühren erhebt auch die Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Erstmals seit mehr als 40 Jahren erhebt auch eine Schweizer Bank von ihren Privatkunden Negativzinsen. Ab Donnerstag verlangt Lombard Odier auf Bargeld-Bestände von mehr als 100.000 Franken eine Gebühr von 0,75 Prozent. Somit wird auch hier die Erhöhung des Negativzins der Schweizerischen Nationalbank an die Kunden weitergegeben.

Die Schweizer Banken haben seit der Zinsentscheidung bei der Notenbank deutlich mehr Geld geparkt. Die sogenannten Giroguthaben stiegen in der vergangenen Woche um fast 26 Milliarden auf 365,5 Milliarden Franken. Dies ist der stärkste Anstieg seit vielen Monaten.

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