Ölpreis-Verfall beschert dem Iran Milliarden-Verluste

Der US-Staatssekretär für Terrorismus und Finanzkriminalität, David Cohen, sagt, dass der Iran durch die Sanktionen und den sinkenden Öl-Preis Milliarden-Verluste erlitten hat. Bis Juni 2015 werde Teheran weitere 15 Milliarden Dollar einbüßen.

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Der Staatssekretär für Terrorismus und Finanzkriminalität im US-Finanzministerium, David Cohen, hat in der vergangenen Woche im Rahmen einer Anhörung über die Vorteile des Ölpreis-Verfalls im Zusammenhang mit dem Iran gesprochen.

Der „allgemeine Gesundheitszustand“ der iranischen Wirtschaft und die Handlungsfähigkeit der Regierung in Teheran hänge „stark von den Öl-Einnahmen ab“. Die US-Sanktionen hätten „tiefe Einschnitte in diese Einnahmen“ vorgenommen. Seit 2012 sollen die täglichen Einnahmen um fast 60 Prozent auf 1,1 Millionen Dollar gefallen sein.

Allein aufgrund der Öl-Export-Sanktionen habe der Iran im vergangenen Jahr 40 Milliarden Dollar an Einnahme-Verlusten erlitten. Seit 2012 habe der Iran aufgrund der Export-Einbußen mehr als 200 Milliarden Dollar verloren.

Zwischen Dezember 2014 und Juni 2015 werde der Iran nach Angaben von Cohen weitere 15 Milliarden Dollar an Umsatzverlusten erleiden. Trotz der Sanktionen werde der Iran schätzungsweise 12 Milliarden Dollar an Öl-Einnahmen einfahren können. Allerdings werden die Zahlungen auf Übersee-Konten eingehen und die iranische Regierung habe nur einen begrenzten Zugriff auf diese Konten.

„In der Zwischenzeit bildet der stetige Rückgang des Öl-Preises – um es mit den Worten iranischer Offizieller zu sagen – eine weitere Sanktion gegen den Iran“, so Cohen.

Cohen wörtlich: „Im vergangenen Jahr ist der durchschnittliche Preis für ein Barrel Öl um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Dieser wird heute knapp unter 50 Dollar pro Barrel gehandelt. Wenn die Ölpreise auf dem derzeitigen Niveau bleiben, wird der Iran zusätzliche elf Milliarden Dollar an Umsatz-Verlusten erleiden.“

Der Großteil der Devisenreserven des Irans in Höhe von 100 Milliarden Dollar könne aufgrund der Sanktionen nicht abgerufen werden. Ohne den Zugriff auf Devisenreserven habe der Iran keine Möglichkeit, um Devisenmarkt-Interventionen vorzunehmen. Außerdem werde es schwieriger den Außenhandel anzukurbeln.

David Cohen wird ab Februar 2015 sein neues Amt als stellvertretender Direktor der CIA antreten. Er wird Avril Haines ersetzen, die als stellvertretende Sicherheitsberaterin im Weissen Haus tätig sein wird.

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