Protest gegen Henry Kissinger: Tumult im US-Senat

Mehrere Demonstranten haben bei einer Senats-Anhörung in Washington Henry Kissinger als Kriegsverbrecher bezeichnet. John McCain bezeichnete die Demonstranten als „Abschaum“. Die Protestierenden wurden vom Wachpersonal aus dem Saal gedrängt.

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Bei einer Anhörung im US-Senat ist es zu Protesten gegen den früheren Außenminister Henry Kissinger gekommen. Mehrere Demonstranten forderten, dass der 91-jährige Friedensnobelpreisträger festgenommen werde. «Nehmt Kissinger wegen Kriegsverbrechen fest», riefen sie am Donnerstag. Die Demonstranten wurden darauf von Wachpersonal aus dem Raum gedrängt. Der Vorsitzende des Senatskomitees, John McCain, nannte die Demonstranten «Abschaum». Wörtlich sagte McCain: «Get out of here, you low life scum.»

Kissinger war in den 70er Jahren Sicherheitsberater und Außenminister unter Präsident Richard Nixon. Kritiker werfen ihm vor allem vor, 1973 gemeinsam mit dem Geheimdienst CIA die Strippen beim Putsch gegen den linken chilenischen Präsidenten Salvador Allende gezogen zu haben. Allende hatte sich im Zuge des Putsches das Leben genommen.


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