Staatsanleihen: Ausverkauf bei Weißrussland-Bonds

Anleger in Weißrussland haben am Donnerstag Panik-Verkäufe vorgenommen. Sie fürchten Zahlungsausfälle. Zuvor hatte Präsident Alexander Lukaschenko angekündigt, dass 2015 auslaufende Devisen-Anleihen umgeschuldet werden. Doch das Finanzministerium dementierte später die Aussage des Präsidenten.

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Aus Angst vor einem Zahlungsausfall Weißrusslands haben Anleger am Donnerstag in Panik Staatsanleihen des Landes verkauft. Dies vervierfachte die Rendite der im kommenden August auslaufenden Dollar-Bonds auf knapp 64 Prozent. Die Papiere, die 2018 fällig werden, rentierten bei 21,7 Prozent nach 12,6 Prozent am Vortag.

Präsident Alexander Lukaschenko hatte angekündigt, 2015 auslaufende Devisen-Anleihen umschulden zu wollen, sollte die Rückzahlung schwierig werden. In den kommenden Monaten werden Bonds im Volumen von vier Milliarden Dollar fällig. Das Finanzministerium betonte allerdings, dass Weißrussland über genügend Devisenreserven verfüge, um seine finanziellen Verpflichtungen 2015 zu erfüllen. Eine Umschuldung sei kein Thema.

„Bislang gab es keine Hinweise darauf, dass Weißrussland Probleme bei der Rückzahlung hat“, sagte ein Fondsmanager. „Keine Ahnung, wo das plötzlich herkommt.“ Einige Börsianer werteten die Äußerungen als Versuch Lukaschenkos, Russland unter Druck zu setzen. Dessen Konzerne dominieren die weißrussische Wirtschaft. Der östliche Nachbar ist darüber hinaus der größte Gläubiger der Regierung in Minsk. Im Sog der russischen Wirtschaftskrise und dem Verfall des russischen Rubels wertete auch der weißrussische Rubel seit Dezember um rund ein Drittel ab.

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