Australische Notenbank senkt Leitzins auf Rekordtief

Die australische Notenbank senkte den Leitzins auf ein Rekordtief von 2,25 Prozent. Nach der Entscheidung stürzte der Australische Dollar auf ein Sechs-Jahres-Tief ab. Die Zinssenkung wird von Analysten als Reaktion auf die lockere Goldpolitik vieler anderer Notenbanken gesehen.

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Nach der Notenbank-Entscheidung stürzte der Australische Dollar auf ein Sechs-Jahres-Tief. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/aud-usd-australischer_dollar-us-dollar-kurs/realtime-chart" target="_blank">ariva.de</a>)

Nach der Notenbank-Entscheidung stürzte der Australische Dollar auf ein Sechs-Jahres-Tief. (Grafik: ariva.de)

Die Zinssenkung der australischen Notenbank (RBA) hat die Währung des Landes am Dienstag sinken lassen. Der Australische Dollar verlor in der Spitze zwei Prozent auf 0,7648 US-Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit knapp sechs Jahren. Die Börse in Sydney markierte im Gegenzug mit 5717 Punkten ein Sieben-Jahres-Hoch. Der Leitindex kletterte um bis zu 1,6 Prozent in die Höhe.

Die RBA hat den Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 2,25 Prozent gesenkt. Es ist die erste Lockerung sei August 2013, nur neun der 29 von Reuters befragten Analysten hatten damit gerechnet.

Australien macht derzeit eine Abkühlung der Bergbauindustrie und ein Rückgang der Exportpreise zu schaffen. Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz ist die Zinssenkung aber vor allem als eine Reaktion auf die lockere Goldpolitik vieler anderer Notenbanken zu sehen. „Es geht nur darum, die eigene Währung zu schwächen. Weder die derzeitige Teuerung in Australien noch die von der RBA erwartete zukünftige Entwicklung können den heutigen Schritt rechtfertigen“, schreibt der Analyst im einem Kommentar. Offensichtlich sei auch die australische Notenbank „der süßen Verlockung einer kräftigen Abwertung erlegen“. Der weltweite Abwertungswettlauf nehme mit der heutigen Entscheidung der RBA daher erneut Fahrt auf.

Eine Abwertung der heimischen Währung stärkt in der Regel die Exportindustrie, da Waren auf vielen wichtigen Absatzmärkten günstiger angeboten werden können.

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