US-Vize Biden hält Merkel-Reise nach Moskau für sinnlos

US-Vizeprasident Joe Biden hält die Verhandlungen von Angela Merkel und François Holllande für aussichtslos. Russland kämpfe in der Ukraine mit Panzern und sei nicht an einem Frieden interessiert. Die Nato fordert daher ein härteres Vorgehen gegen Russland.

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US-Vizepräsident Joe Biden hat wenig Vertrauen, dass Deutschland und Frankreich „Putins Offensive in der Ukraine“ stoppen können:

„Putin ruft nach neuen Friedensplänen, während seine Truppen durch die ukrainische Landschaft rollen. Er ignoriert absolut jede Vereinbarung, die sein Land in der Vergangenheit unterzeichnet hat, darunter auch jene von Minsk“, so Biden am Freitag in Brüssel.

Die Ukraine „kämpft ums Überleben gegen russische Söldner und Panzer und, wie wir in den USA sagen, ,kleine grüne Männchen’, also Soldaten ohne Abzeichen, die nichts anderes sind als russische Spezialeinheiten“, zitiert ihn der EUoberserver.

„In diesem Moment müssen die EU und die USA zusammenstehen. Es darf nicht zugelassen werden, dass Russland die Karte von Europa neu aufzieht. Denn das ist genau, was sie versuchen“.

Joe Biden hat im vergangenen Herbst erstmals zugegeben, dass die Amerikaner die EU gegen ihren Willen zu Sanktionen gegen Russland gezwungen zu haben. Biden sagte wörtlich, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehme, um die Russen zu strafen. Die Ausführungen Bidens bei einer Rede in Harvard machen klar, dass Angela Merkel und ihre EU-Kollegen auf Druck der USA ihren eigenen Völkern Schaden zugefügt haben.

In Moskau ist es am späten Freitagabend zumindest zu einer ersten Annäherung zwischen Deutschland, Frankreich und Russland gekommen. Gemeinsam mit der Ukraine wollen sie bis zum Sonntag einen Fahrplan für die Ukraine vorlegen. Russlands Präsident Wladimir Putin wird erstmals seit längerem nicht mehr als Außenseiter, sondern als Partner behandelt.

Noch liegen über den Krisen-Gipfel zwischen Deutschland, Frankreich und Russland keine Erkenntnisse vor. Doch die Russen haben bereits klargemacht, dass US-Waffen für Kiew den Konflikt dramatisch verschärfen würden. Dabei drängt die Zeit: US-Präsident Barack Obama will in Kürze entscheiden, ob an das ukrainische Militär Waffen geliefert werden.

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