Banken-Krise: Manager der größten griechischen Bank treten zurück

Zwei Chefs der National Bank of Greece treten zurück. Derzeit hält der griechische Rettungsfonds für Banken die Mehrheitsanteile an dem Institut. Die EZB hat zuvor eine Sonderregelung für griechische Banken aufgehoben.

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Knapp zwei Wochen nach dem Wahlsieg der linken Syriza-Partei in Griechenland steht das größte Geldhaus des Landes vor einem Wechsel der Unternehmensführung. Der Chef der National Bank of Greece, Alexandros Tourkolias, sagte am Sonntag zu Reuters, er werde in den kommenden Tagen zurücktreten. Auch Chairman George Zannias werde seinen Posten aufgeben.

Bei der Bank kommt es nach Regierungswechseln oft zu Personalveränderungen. Die Zeitung Kathimerini berichtet, die Ökonomin und Ex-Ministerin Louka Katseli sowie der Bank-Manager George Michelis würden die Führung übernehmen. Tourkolias lehnte eine Stellungnahme zu den Personalien ab. Derzeit hält der griechische Rettungsfonds für Banken die Mehrheitsanteile an der National Bank wie auch den Großinstituten Piraeus Bank und Alpha Bank.

Die Finanzhäuser sind in den Blickpunkt gerückt, nachdem die EZB den Zugang griechischer Banken zu frischem Zentralbankgeld mit der Aufhebung einer Sondergenehmigung erschwert hatte. Hintergrund ist der Kurswechsel unter Griechenlands neuem Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Er fordert von der EU wegen der Härten der Sparmaßnahmen mehr Zeit beim Schuldenabbau. Bei der Führung der heimischen Banken hatte seine Regierung zuletzt Zurückhaltung signalisiert: Es sollten keine Parteifunktionäre auf wichtige Managerposten berufen werden, sagte ein Regierungssprecher vor rund einer Woche.

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