Griechenland stoppt Privatisierung einer Gold-Mine

Die neue griechische Regierung stoppt eine Goldmine im Norden des Landes. Das Projekt der kanadischen Eldorado Gold war das Aushängeschild der Vorgängerregierung. So sollten ausländische Investoren ins Land gelockt werden.

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Die neue griechische Regierung will zwei weitere große Privatisierungs- und Investitionsprojekte stoppen. Energieminister Panagiotis Lafazanis erklärte am Dienstag vor dem Parlament, man werde juristisch die geplante Goldmine Skouries im Norden des Landes vorgehen.

Das Projekt der kanadischen Eldorado Gold war das Aushängeschild der Vorgängerregierung, um ausländische Investoren ins Land zu locken. Die Kanadier hatten das Bergwerk 2012 übernommen und angekündigt, eine Milliarde Dollar über fünf Jahre einzubringen. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant.

Die Privatisierung von Staatseigentum ist eine der Auflagen der internationalen Geldgeber für ihre Finanzhilfen an das hoch verschuldete Land. Doch Syriza will die Privatisierungen stoppen. So wurde bereits der Verkauf des Hafens von Piräus gestoppt.

Aktuell prüft die Regierung den Verkauf des alten Athener Flughafens Hellenikon mit dem Ziel, das Geschäft zu verhindern. Zudem wurde der geplante Verkauf eines 65-prozentigen Anteils am Gasversorger DEPA abgesagt.

Syriza dürfe von der EU eine kurze Atempause bekommen: Die EU scheint im Konflikt mit Griechenland vorerst klein beizugeben: Einem Medienbericht zufolge hat die EU-Kommission einem sechsmonatigen Schulden-Moratorium zugestimmt. Danach soll ein neuer Deal mit Athen vorliegen.

Der Schuldenberater von Griechenland, die US-Investmentbank Lazard, will hingegen einen Schuldenschnitt in Höhe von 100 Milliarden Euro erreichen. Nur so komme Griechenland wieder auf ein zukunftsfähiges Niveau.


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