Hamburg: FDP und AfD mit Chancen auf den Einzug in die Bürgerschaft

Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl dürfte die SPD zwar die absolute Mehrheit verlieren, möchte aber mit den Grünen weiterregieren. Sowohl die AfD als auch die FPD haben Umfragen zufolge Chancen, in das Stadtparlament einzuziehen.

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In Hamburg sind am Sonntag rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen. Umfragen zufolge dürfte die bislang allein regierende SPD mit Olaf Scholz an der Spitze ihre absolute Mehrheit verlieren. Zusammen mit einem Juniorpartner könnten die Sozialdemokraten in den kommenden fünf Jahren aber weiterregieren. Scholz hat bereits angekündigt, dass er dann mit den Grünen über eine Koalition reden will.

Spannend wird es vor allem für die FDP, die derzeit in der Bürgerschaft vertreten ist. Sie könnte erstmals seit dem Wahldebakel im Bund bei einer Landtagswahl wieder über die Fünf-Prozent-Hürde kommen. Auch die Alternative für Deutschland (AfD) könnte die Hürde nehmen und erstmals in ein westdeutsches Landesparlament einziehen. Die CDU wird voraussichtlich zweitstärkste Kraft in der Hansestadt bleiben, könnte aber ihr schlechtestes Ergebnis seit der Parteigründung einfahren.

Wenige Tage vor der Wahl in Hamburg hatte die SPD einer Umfrage zufolge ihren Vorsprung ausgebaut. Nach einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erhebung des ZDF-Politbarometers käme die SPD auf 47 Prozent (plus zwei im Vergleich zur letzten Woche). Die CDU erreichte 17 Prozent (minus zwei), die Linke 8,5 Prozent (minus eins), die FDP sechs Prozent (unverändert), die Grünen zwölf Prozent (plus eins) und die AfD fünf Prozent (unverändert).

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