Ukraine geht gegen russischen Ölkonzern Lukoil vor

Der ukrainische Geheimdienst ermittelt gegen den russischen Öl-Riesen Lukoil. Dieser soll bei der Gründung eines Joint Ventures in der Ukraine Aktien statt Finanzmittel in das Grundkapital eingebracht haben. Dadurch sicherten sich die Russen die Mehrheitsanteile.

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Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat laut Ukrinform am Mittwoch gegen den russischen Öl-Riesen Lukoil Ermittlungen wegen einer angeblichen illegalen Übernahme eingeleitet.

Lukoil hatte zuvor den größten petro-chemische Komplex der Ukraine (OAO Oriana), welches eine enge Kooperation mit Chemiekonzernen aus Ungarn und Polen hatte, übernommen.

2004 wurde ein Joint Venture zwischen Lukoil und Oriana gegründet, welches den Namen Lukor ZAT trägt. Lukoil brachte statt Finanzmittel 107 Aktien und konnte sich dadurch einen Anteil von 52,07 Prozent am Lukor Zat sichern. Der Aktienwert belief sich auf etwa 2,2 Millionen Euro. Doch Lukoil hatte sich zuvor verpflichtet 53,3 Millionen Euro einzubringen.

Zudem verpflichtete sich der russische Konzern, Altschulden in Höhe von 170 Millionen Euro zu begleichen, schreibt Olga Engelking in ihrem Buch „Die Revision der Privatisierung in der Ukraine und der Russischen Föderation“ auf Seite 110.

Am 12. Juni 2007 entschied das Oberste Gericht der Ukraine, dass die Bildung des Grundkapitals von Lukor unwirksam sei. Die Übergabe von Aktien statt Finanzmitteln in das Grundkapital sei nicht rechtmäßig. Lukoil müsse seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen.

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