Russland: Rubel erholt sich im Februar überraschend stark

Im Februar hat der Rubel nach dem dramatischen Absturz im vergangenen Jahr wieder Fahrt aufgenommen. Steigende Ölpreise und die Verhandlungen von Minsk haben dem Rubel im Februar eine gute Performance beschert - trotz der Sanktionen und des verschärfenden Tons in einem neuen Kalten Krieg.

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Im vergangenen Jahr hat der Rubel fast die Hälfte seines Wertes verloren. Kostete der Dollar im Juni noch etwas mehr als 35 Rubel, waren es im Januar mehr als 70 Rubel. Erst seit Februar hat sich der Rubel gegenüber dem Dollar etwas erholt. (Grafik: Ariva)

Im vergangenen Jahr hat der Rubel fast die Hälfte seines Wertes verloren. Kostete der Dollar im Juni noch etwas mehr als 35 Rubel, waren es im Januar mehr als 70 Rubel. Erst seit Februar hat sich der Rubel gegenüber dem Dollar etwas erholt. (Grafik: Ariva)

Im vergangenen Jahr war der Rubel die Währung mit den meisten Verlusten. Nach dem rapide abgesunkenen Ölpreis und der Krise in der Ukraine verlor der Rubel fast die Hälfte seines Wertes. Im Februar scheint sich die Währung nun vorübergehend wieder zu erholen. Im Januar erreichte die Rubelschwäche noch ein Rekordtief von 71,9 Rubel pro Dollar. Seit Februar legt der Rubel jedoch wieder an Wert zu.

So machte der Rubel bisher 14,7 Prozent gegenüber dem Dollar wieder gut. Er verbuchte sogar den größten monatlichen Gewinn seit dem Jahr 1993 auf 60,4 Rubel pro Dollar. Nur die Herabstufung Russlands durch Moody‘s unterbrach den Aufwind des Rubels im Februar (Video an Anfang des Artikels). Der leichte Anstieg der Ölpreise  und die Verhandlungen von Minsk mit einer teilweisen Beruhigung in der Ukraine kommen dem Rubel entgegen. Allerdings kann es sich bei der guten Performance um eine sehr kurzfristige handeln.

Analysten der Danske Bank rechnen mit einem erneuten Abfall des Ölpreises in den kommenden Wochen und eine tatsächliche Waffenruhe ist in der Ukraine mitnichten erreicht. „Die Sanktionen und die vergangenen Aktionen der russischen Zentralbank werden das Wachstum drücken“, zitiert die FT Christin Tuxen von der Danske Bank. „Wir rechnen mit einer Kontraktion von acht Prozent.“ Das könnte den Rubel mittelfristig erneut unter Druck setzen.

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