Kampf der Geld-Systeme: Großbritannien will Bitcoin regulieren

Großbritannien plant die Regulierung von digitalen Währungen. Dadurch sollen die Nutzer eine größere Sicherheit erlangen und die digitalen Währungen öffentlich anerkannt werden. Mit diesem Schritt wird Großbritannien seine Bedeutung als Finanzzentrum Europas weiter ausbauen. Die Bank of England erwägt sogar, eine eigene digitale Währung auszugeben.

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Die Bedeutung digitaler Währungen hat in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Auch die Zentralbanken und nationalen Regierung beschäftigen sich immer intensiver mit dem Thema. Wie die International Business Times mit Verweis auf Insider berichtet, wird der britische Schatzkanzler George Osborne in den kommenden Tagen die geplante Regulierung digitaler Währungen ankündigen. Noch in dieser Woche, bei seiner Rede zu dem Haushalt 2015 wird eine entsprechende Erklärung erwartet. Bei den Regulierungen soll es zunächst nur am Regeln zum Kampf gegen Geldwäsche gehen.

Dies ist jedoch ein erster Schritt in die breite, öffentliche Akzeptanz digitaler Währungen als Zahlungsmittel. Großbritannien als Finanzzentrum Europas macht diesbezüglich den USA Konkurrenz und könnte sich zu einem wichtigen Standort für den Handel mit digitalen Währungen wie Bitcoin entwickeln. In den vergangenen Monaten hatten sich Mitarbeiter des britischen Finanzministeriums mit Vertretern Gemeinschaft der Kryptowährungen getroffen, um über das Potenzial und die Verbreitung der digitalen Währungen zu sprechen.

Sowohl die EZB als auch die Bank of England haben sich kürzlich in Berichten zu den Potentialen der digitalen Währungen geäußert. Zwar seien die digitalen Währungen gemeinhin instabil, so der Bericht der EZB, aber sie „haben das Potenzial, einen besseren Service als traditionelle Anbieter zu bieten (Banken etc.)“. Außerdem könnten sie zukünftig einen Einfluss auf die Geldpolitik, die Preisstabilität und die Stabilität der Zahlungssysteme haben.

In einem im Februar veröffentlichten Dokument spricht die Bank of England davon, dass die digitalen Währungen es möglich machen können, Transaktionen sicher auch ohne einen Dritten (Banken etc.)  durchzuführen (Video). Vor allem aber die Technologie, die hinter Bitcoins steckt, wird von der britischen Zentralbank gelobt. „Es stellt sich die Frage, ob die Zentralbanken die Technologie nutzen sollten, um selbst digitale Währungen auszugeben“, so die Bank. Erste Unternehmen, die Banken stärker hin zu digitalen Währungen bringen wollen, gibt es bereits. Digital Asset Holdings beispielsweise ist ein Start-Up, dass auf eine Verknüpfung von klassischen mit digitalen Währungen setzt und vor allem auch Banken und Zentralbanken gewinnen will.

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