Inflation kommt in Großbritannien völlig zum Stillstand

In Großbritannien stagnieren die Preise erstmals seit Jahrzehnten. Da Öl günstiger als vor Jahresfrist zu haben ist und sich auch Computer verbilligten, fiel die Inflationsrate im Februar auf null Prozent.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Seit 2011 sind die Verbraucherpreise in Großbritannien deutlich nach unten gegangen. (Grafik: ONS)

Seit 2011 sind die Verbraucherpreise in Großbritannien deutlich nach unten gegangen. (Grafik: ONS)

Wie das nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte, sank die Inflationsrate im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat auf null Prozent. Im Vergleich zum Januar dieses Jahres gingen die Preise um 0,3 Prozent zurück. Experten hatten im Jahresvergleich allerdings mit einer Inflation von 0,1 Prozent gerechnet. Vor allem der starke Fall der Ölpreise war einer der Auslöser für die Entwicklung der Preise.

Die größten Rückgänge gab es bei den Lebensmittelpreisen (-3,4%) und bei den Preisen für Kraftstoffe verzeichnet. Hier gab es einen Abfall von 16,6 Prozent. Beide Sparten reduzierten den Index für Verbraucherpreise um insgesamt fast 0,9 Prozent, so das Statistikamt.

„Die heutige Nullinflation ist die richtige Art von Preisstopp“, zitiert das WSJ Danny Alexander von der Bank of England. Es handele sich um einen weiteren Monat in dem die Löhne über den Preisen lägen, „das wird für Millionen Familien eine große Hilfe sein“, so Alexander.

Anfang des Monats erreichte der Sterling zudem ein 7-Jahres-Hoch gegenüber dem Euro. Das verbilligt die Importe und drückt die Lebensmittelpreise. Mark Carney, der Gouverneur der Bank of England sagte Mitte März, dass Großbritannien erneut mit einer „guten“ Art der Deflation konfrontiert ist, so City A.M. Eine Entwicklung, die eine mögliche Zinsanhebung durch die Bank of England weiter hinauszögern könnte.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick