Belgien: Zehntausende demonstrieren gegen Regierung

Am Sonntag gingen etwa 20.000 Belgier auf die Straße. Sie forderten die Regierung zu einem Ende des Sparkurses auf. Zu viel werde vor allem im sozialen Bereich gekürzt, so die Demonstranten. Für Montag sind weitere Aktionen geplant.

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Als „Große Parade" wurde die Demonstration bezeichnet. Anfang März gab es bereits eine ähnliche Aktion. (Screenshot)

Als „Große Parade“ wurde die Demonstration bezeichnet. Anfang März gab es bereits eine ähnliche Aktion. (Screenshot)

Mehr als 150 Bewegungen und Verbände haben an dem Protest der belgischen Bevölkerung teilgenommen. Gegen zwei Uhr nachmittags begann die Demonstration in Brüssel unter dem Titel „Zehn Prinzipien für eine andere Gesellschaft“. Zwischen 17.000 und 20.000 waren zur „Großen Parade“ gekommen: Studenten, Gewerkschaften, ältere Menschen. Zuletzt war es am 11. März zu sten gegen die Politik der Regierung gekommen.

Die Demonstranten forderten eine alternative Politik, ein Ende der Sparpolitik. Die Einsparungen beträfen vor allem die sozialen Leistungen und die öffentlichen Angestellten. „Ich arbeite für den Gesundheitsfonds und wir werden mit dem Elend konfrontiert, mit Menschen, die in die Armut abrutschen“, zitiert die Flanders News eine Demonstrantin. „Ich denke, es ist absolut notwendig, zu zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind.“

Auch in Italien war es am Wochenende zu Protesten gekommen. Hier kritisierten die Bürger die Lockerung des Kündigungs-Schutzes und forderten ebenfalls ein Ende der Sparpolitik. In Belgien wird es Montag zu weiteren Protesten kommen.  Die Gewerkschaften heute gegen die Kürzungen der Regierung protestieren. Davon wird auch der öffentliche Nahverkehr betroffen sein.

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