Sonnenflieger nach 20 Stunden sicher in China gelandet

Der Abenteurer Piccard hat den Langstreckenflug von Myanmar nach China erfolgreich zurückgelegt und ist nach 20 Stunden in Chongqing gelandet.

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Trotz starken Gegenwindes ist der Schweizer Sonnenflieger «Solar Impulse 2» auf seiner Erdumrundung nach mehr als 20 Stunden Flug sicher in der südwestchinesischen Metropole Chongqing gelandet. Für die verspätete Landung am Montag weit nach Mitternacht Ortszeit wurde der stark frequentierte Flughafen für andere Maschinen vorübergehend gesperrt. Damit hat der Solarflieger, der diesmal vom Abenteurer Bertrand Piccard (57) gesteuert wurde, die fünfte und bisher schwierigste Etappe erfolgreich gemeistert. Piccard und sein Abenteurer-Kollege André Borschberg (62) wollen mit der ersten Erdumrundung eines Solarfliegers für Sonnenenergie werben.

Der Schweizer Sonnenflieger «Solar Impulse 2» war von Mandalay in Myanmar nach China gestartet. Vor dieser fünften Etappe seiner Weltumrundung hatte «Solar Impulse 2» einen zehntägigen Zwischenstopp einlegen müssen, um auf besseres Wetter in China zu warten. Das Flugzeug, das nur mit Sonnenenergie betrieben wird, hat einen schätzungsweise 19-stündigen Flug nach Chongqing in Südwestchina vor sich. Die Flugstrecke beträgt 1375 Kilometer. Im Cockpit sitzt diesmal der Schweizer Bertrand Piccard (57).

Wegen eines Schadens an einer Solarzelle fehlen dem Flugzeug zwei Prozent der sonst zur Verfügung stehenden Energie. Das Problem habe aus Zeitgründen in Mandalay nicht repariert werden können, berichtete die Si2-Flugkontrolle am späten Sonntagabend MESZ. Eine einzelne Zelle könne nicht einfach ausgewechselt werden, so dass acht Zellen abgeschaltet werden mussten. Auch müsse jetzt die Energie auf alle Batterien gleichmäßig neu verteilt werden.

Mit der ersten Erdumrundung wollen Piccard und sein Abenteurer-Kollege André Boschberg (62) für einen stärkeren Einsatz von Sonnenenergie werben. «Das Wetter ist gut», sagte Piccard vor dem Start in den frühen Morgenstunden des Montags Ortszeit. Allerdings werde mit viel Wind und hohen Wolken gerechnet, so dass der Flieger diesmal in sehr großer Höhe fliegen müsse, um über den Wolken zu bleiben. «Wir müssen ziemlich hoch über den Wolken und über den Bergen fliegen», sagte Piccard.

Er dankte den chinesischen Behörden für die spezielle Flugerlaubnis und die gute Zusammenarbeit. Die Landung auf dem viel genutzten Flughafen von Chongqing wurde am Montag nach Mitternacht Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) erwartet. Dafür wird der gesamte Flugverkehr gestoppt. Von der Metropole Chongqing soll es in der nächsten Etappe weiter nach Nanjing in Ostchina gehen, bevor der Pazifik in Richtung USA überquert wird. Die Reise begann am 9. März im Golfemirat Abu Dhabi.

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