Windkraftanlagen in vielen Bundesländern wegen Sturms ausgeschaltet

Aufgrund des aktuellen Sturmtiefs „Niklas“ über Deutschland sind landesweit mehrere Windkraftanlagen ausgeschaltet worden. Bei den Stürmen kamen in Deutschland und Österreich insgesamt vier Menschen ums Leben. Erst bis zum Freitag dürfte sich der Sturm insgesamt gelegt haben.

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Wegen des schweren Sturms sind in mehreren Bundesländern Windkraftanlagen ausgeschaltet worden. Dadurch werde verhindert, dass zu viel Strom produziert werde, sagte ein Sprecher des überregionalen Stromtrassenbetreibers 50Hertz am Dienstag in Berlin. Seit Montag seien die Verteilnetzbetreiber aufgefordert worden, Windräder vorerst zu stoppen. Das Gebiet von 50Hertz erstreckt sich über Berlin, Hamburg, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Wie viele Windräder es dort gibt und welche ausgeschaltet worden sind, konnte der Sprecher nicht sagen. Bis voraussichtlich Donnerstag sollten die betroffenen Anlagen außer Betrieb bleiben, das hänge aber von der Wetterlage ab. Zuerst hatte der RBB-Sender Antenne Brandenburg über die ausgeschalteten Windkraftanlagen berichtet.

Während des Orkans «Niklas» sind in Deutschland bis zum frühen Dienstagabend drei Menschen ums Leben gekommen. In Rheinland-Pfalz erschlug ein umgestürzter Baum zwei Menschen. Wie die Polizei mitteilte, fiel der Baum bei Montabaur im Westerwald auf ein Dienstfahrzeug der Straßenmeisterei. Rettungskräfte konnten die beiden Männer nur noch tot aus dem Wrack auf einer Landstraße bergen. In Sachsen-Anhalt starb nach Behördenangaben ein Mann, als ihn eine umstürzende Betonmauer begrub.

Im österreichischen Mauthausen starb ein Mann, der während des Sturms seine Terrassenüberdachung sichern wollte. Dabei stürzte er von der Leiter und zog sich tödliche Kopfverletzungen zu, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.

In anderen Bundesländern gab es beim Durchzug des Orkans Verletzte. Die Deutsche Bahn hatte im Laufe des Tages in mehreren Regionen den Nahverkehr zeitweise komplett gestoppt. In Bayern wurde der Fernverkehr am Nachmittag eingestellt. Zehntausende Reisende und Pendler waren von den Störungen betroffen.

Wie die Wettervorhersage von wetter.com ergibt, dürften sich die Stürme zwar in den kommenden Stunden im Westen legen, die Prognose spricht jedoch von weiteren Sturm- und Orkanböen sowie möglichen heftigen Gewittern. Erst am Freitag sollte es ruhiger werden, allerdings bleibt es kalt und es soll Schneefall geben.

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