Börse: Dax schließt 0,3 Prozent im Minus

Vor den Feiertagen wirkt der Dax wie gedeckelt. Belastend wirkt der heutige Euro-Anstieg sowie die Frage, ob Griechenland am nächsten Donnerstag die nächste Tranche an den IWF bedienen kann - wenn nicht, so warnt Bank of America, droht innerhalb eines Monats die Staatspleite. Diese droht auch vielen amerikanischen Fracking-Unternehmen, nachdem die Banken die Kreditlinien kürzen.

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Vor dem langen Osterwochenende war unter Dax-Anlegern Zurückhaltung angesagt: Der deutsche Leitindex schloss nach schwunglosem Handel am Gründonnerstag 0,3 Prozent schwächer bei 11.967 Punkten. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht, der am Karfreitag zur Veröffentlichung ansteht, hielten sich die Investoren bedeckt. Der EuroStoxx50 ging unverändert bei 3715 Zählern aus dem Handel.

Einen ersten Vorgeschmack auf die wichtigen US-Daten lieferten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie fielen mit 268.000 statt der erwarteten 285.000 besser aus als gedacht. Zuletzt hatten aber die Konjunkturdaten aus den USA eher für Ernüchterung gesorgt. Das wiederum könnten Vorboten schwächerer Unternehmensbilanzen sein, schreibt Andreas Paciorek, Analyst bei CMC Markets. Damit könnte sich auch die im diesem Jahr erwartete Zinserhöhung in den USA nach hinten verschieben, ergänzte ein Börsianer. An der Wall Street lag der Dow-Jones-Index zum Handelsschluss in Europa leicht im Plus.

Am Devisenmarkt setzten die schwindenden Spekulationen auf eine baldige US-Zinswende dem Greenback zu. Der Euro legte mehr als ein Prozent bis auf 1,0903 Dollar zu. Am Mittwoch hatte er noch bei 1,0767 Dollar gelegen. Viele Experten rechnen bislang im Juni oder in den späteren Sommermonaten damit, dass das Zinsniveau in den USA von derzeit null bis 0,25 Prozent steigt.

Zu den größten Dax-Verlierern zählten am Donnerstag die Aktien der Lufthansa. Kritische Analystenkommentare drückten die Titel 2,6 Prozent ins Minus. Die Lufthansa kämpfe mit Unsicherheiten an vielen Fronten, schrieben die Analysten von Barclays in einem Kommentar. Dazu zähle unter anderem die Tarifauseinandersetzung mit den Piloten. Barclays stufte die Titel herunter auf „Equal Weight“ von „Overweight“ und setzte das Kursziel auf 13,80 (18) Euro. Das Brokerhaus Raymond James geht davon aus, dass die Piloten-Streiks, der Absturz der Germanwings-Maschine und die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger wie Ryanair und Easyjet auf dem Ergebnis des Konzerns lasten. Die Lufthansa-Aktie hat seit Jahresbeginn 5,4 Prozent an Wert eingebüßt und hinkt dem Gesamtmarkt damit deutlich hinterher. Der Dax kommt auf ein Plus von 22,4 Prozent.

Auf der Gewinnerseite standen K+S und Infineon mit einem Plus von 1,5 beziehungsweise 0,9 Prozent an der Dax-Spitze.

Marks & Spencer sprangen an der Londoner Börse um mehr als sechs Prozent auf ein Sieben-Jahres-Hoch von 565 Pence. Der britische Einzelhändler verzeichnete nach jahrelanger Durststrecke im vierten Quartal im Geschäft mit Bekleidung und Haushaltswaren ein Umsatzwachstum. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

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