Banken-Krise: Raiffeisen International muss Filialen in Russland schließen

Die Raiffeisen Bank International hat im vergangenen Jahr einen Verlust von Höhe von 493 Millionen Euro eingefahren. Nun muss sich die Bank restrukturieren. Vor allem aus Polen und Russland will man sich teilweise zurückziehen.

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Bereits Mitte März hatte die Raiffeisen Bank International einen Rückzug aus Osteuropa in Erwägung gezogen. Nun teilte die Bank genaue Pläne und auch die Ursachen für den Rückbau des Filialnetzes mit. „Nach hohen Abschreibungen auf Kredite und Firmenwerte in Russland, Polen, der Ukraine und Ungarn schloss die RBI 2014 mit einem Jahresverlust von 493 Millionen Euro“, so die Bank. Ein Jahr zuvor war noch ein Gewinn in Höhe von 557 Millionen Euro erwirtschaftet worden.

Hohe Abschreibungen auf Firmenwerte und Kredite in Russland, der Ukraine, Polen und Ungarn waren der Grund für die schlechten Zahlen, heißt es in einer Mitteilung. „Bis Ende August steigt Raiffeisen aus sechs Regionen im östlichsten Teil Russlands aus“, so die Bank. „Außerdem zieht sich die Bank aus 15 russischen Städten zurück, das Filialnetz wird zusammengekürzt.“ Die Russland Bank werde man aber nicht verkaufen, vielmehr solle ihr „risikoreiches oder wenig ertragreiches Geschäft merklich“ zurückgefahren werden. In Moskau soll jedoch noch expandiert werden.

Außerdem steht die Banktochter in Polen zum Verkauf. Hier habe sich mittlerweile die nationale Aufsicht eingeschaltet. Grund dafür seien die Frankenkreditbestände in der Bank, „aber auch Wünsche der polnischen Aufseher, die die großen Banken des Landes an der Warschauer Börse notiert sehen wollen“, heißt es in der Mitteilung der Bank. Die slowenische Bankentochter könnte schon in den kommenden Tagen einen neuen Eigentümer finden. Die Onlinebank Zuno, die in der Slowakei und in der Tschechischen Republik operiert, soll ebenfalls verkauft werden.

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