USA: Sinkender Ölpreis kann zum Platzen der Immobilien-Blase führen

Zeitgleich mit dem Ölpreisverfall werden in den USA Immobilienkredite in Höhe von rund einer Billion Dollar fällig. Das trifft vor allem jene Regionen hart, die Knotenpunkte des US-Energiesektors sind, wie etwa Texas. Durch die fallenden Preise sinkt die Bonität der gesamten Öl-Branche. Eine solche Entwicklung könnte dazu führen, dass die global entstandene Immobilien-Blase platzt.

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Der seit Juni 2014 um rund 50 Prozent gefalle Ölpreis lässt bereits jetzt auch die Immobilienpreise in Texas fallen. Denn, die Immobilien-Investoren passen mittlerweile ihr Risikomanagement den gegeben Bedingungen an und verlangen höher Rendite für ihre Investitionen.

Die Kreditgeber bewerten also gerade ihre Risiken in den Energiestädten neu. Gleichzeitig werden in den kommenden drei Jahren in den USA Immobilienkredite in Höhe einer Billion Dollar fällig. „Es wird schwieriger und teurer für die Kreditnehmer in den Energie-Knotenpunkten die Kredite im heutigen Umfeld zu refinanzieren, anstatt damals, als das Barrel Öl noch 100 Dollar kostete“, zitiert Bloomberg Andy McCulloch, einen Analysten der Immobilienberatungsfirma Green Street Advisors. Um wie viel schwieriger und teurer es sein wird, sei noch unklar.

Die Investoren wurden besonders vorsichtig bei Regionen, in denen die Öl-Industrie noch wachsen soll. Das würde höhere Hürden für Kreditnehmer bedeuten, da in Texas oder North Dakota höhere Hypotheken refinanziert werden müssen.

Ein Beispiel von vielen ist das One City Center in Houston (Texas) mit 31 Stockwerken. Fast ein Drittel des Bürogebäudes ist von Energiedienstleistungsunternehmen besetzt. Der Immobilien-Besitzer Accesso Partners zahlte kürzlich 70 Millionen Dollar des Darlehens zurück. Der Kreditgeber JPMorgan forderte aber noch zusätzlich Geld, um die Risiken in Zusammenhang mit den eingemieteten Energieunternehmen zu mindern.

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