Griechenland: Bonds auf Erholung nach Zahlung der IWF-Rate

Die griechische Regierung hat nach eigener Aussage die fällige IWF-Rate von 450 Millionen Euro überwiesen. Die griechischen Staatsanleihen erholten sich daraufhin. Die Eurogruppe stellt dem Land allerdings ein neues Ultimatum für Reformen.

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Die fällige IWF-Rate von 450 Millionen Euro wurde laut griechischer Regierungsangaben am Donnerstag überwiesen. Als Reaktion fielen die Drei-Jahres-Anleihen um 54 Basispunkte auf 20,08 Prozent und die Fünf-Jahres-Anleihen um 30 Basispunkte auf 14,98 Prozent. Die zehnjährigen Bonds sanken um 18 Basispunkte auf 11,03 Prozent, meldet die FT.

Die Zahlung an den IWF verschafft Griechenland nur vorerst Luft. Am 14. April muss das Land 420 Millionen Euro an internationale Gläubiger zahlen, weil eine sechsmonatige Anleihe fällig wird. Im Mai muss Griechenland 950 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Zudem müssen 2,4 Milliarden Euro für Renten und Gehälter aufgebracht werden.

Die Zeitung Kathimerini berichtete am Donnerstag auch von einem Ultimatum der Geldgeber an Athen, die konkrete Reformliste müsse vor dem 24. April fertig sein. Der griechische Vertreter in der Arbeitsgruppe der Eurogruppe Nikos Theocharakis, habe seinen Kollegen am Mittwoch gesagt, Athen habe noch Geld bis zum 24. April. Diese hätten ihm geantwortet, das Land solle endlich Reformvorhaben konkretisieren. Nur dann würden sie den Euro-Finanzministern empfehlen, die Auszahlung weiterer Hilfen an Athen zu genehmigen. Andere Regierungsvertreter erklärten dagegen am Donnerstag in Athen, Griechenland habe genug Geld bis Mai.

Am Donnerstag wurde auch bekannt, dass der griechische IWF-Vertreter und stellvertretender Direktor Thanos Catsambas auf eigenen Wunsch zurücktritt, wie Kathimerini berichtet. Die Zeitung zitiert Quellen, wonach die Rolle von Catsambas beim Besuch des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis ignoriert wurde. Eigentlich hätte er als griechischer Vertreter die Details des Besuches planen sollen.

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