Google will kostenpflichtige YouTube-Version einführen

YouTube könnte noch dieses Jahr kostenpflichtig werden. Wer Werbeinhalte überspringen will, muss dann ein monatliches Abo abschließen. Die Anbieter von Videoinhalten erhielten bereits eine Benachrichtigung: Sie sollen an den Einnahmen beteiligt werden.

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Google plant die Einführung eines kostenpflichtigen Abos für YouTube. Nutzer sollen eine monatliche Gebühr zahlen, um Werbung in Videos überspringen zu können, teilte Google in einer Email an YouTube-Nutzer mit, die eigene Videos produzieren und auf die Plattform hochladen.

Für Nutzer, die das werbefreie Angebot nicht bezahlen wird, könnte die Sichtbarkeit der Werbung auf YouTube zunehmen. Je lukrativer das Hochladen von Videos auf YouTube wird, desto mehr Anbieter von professionellem Inhalt werden auf Googles-Videodienst zurückgreifen, so die Logik.

Der Schritt soll mehr Geld in die Kassen von YouTube spülen und Konkurrenten wie Hulu und Netflix unter Druck setzen. Auf YouTube laufen überwiegend Amateur-Videos, doch gibt es bereits einen YouTube-Dienst, mit dem Nutzer auf Filme und TV-Serien zurückgreifen können, indem sie dafür einen Beitrag zahlen.

Ein werbefreier Account für Musik-Videos ist ebenfalls bereits in einer Beta-Version verfügbar. Nutzer können bestimmte Kanäle abonnieren und dann Videos ohne Werbeunterbrechung anschauen.

Video-Produzenten, die Geld mit ihren Videos auf YouTube verdienen, sollen an den Einnahmen beteiligt werden. In der Email, der der FT vorliegt, steht allerdings nicht, wie hoch der Beitrag für kostenpflichtige YouTube-Abo sein soll und wieviel die Videoproduzenten davon bekommen. Die Anbieter von Inhalten wurden in dem Brief dazu aufgefordert, die Vertragsbedingungen zu aktualisieren, um an der neuen Maßnahme beteiligt zu werden.

„Das wird ein aufregendes Jahr für YouTube, weil wir unerforschtes Territorium betreten“, heißt es in der Email. Ein YouTube-Sprecher sagte der FT, es sei stets im Interesse des Unternehmens, das Angebot der Videos zu erhöhen und die Erträge für die Videoproduzenten zu erhöhen. YouTube hat in 2014 etwa 1,2 Milliarden US-Dollar mit Werbung eingenommen. Experten schätzen jedoch, dass YouTubes Anteil am digitalen Werbemarkt für Videos bis 2017 von knapp 20 auf 17,7 Prozent sinken wird.

Traditionelles Fernsehen gerät immer mehr in den Hintergrund. Nutzer weigern sich, teure Kabelanschlüsse zu bezahlen. Anbieter von Video- und Filmdiensten im Internet profitieren von dem digitalen Wandel und bieten maßgeschneiderte Produkte für die individuellen Wünsche der Kunden an.

Apple plant auch einen TV-Service, den das Unternehmen mit seiner innovativen und beliebten AppleTV-Hardware verknüpfen will. Der Versandhändler Amazon bietet einen umfassenden TV- und Seriendienst mit Amazon Prime an.

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