Deutsche Wirtschaft beunruhigt: China kauft deutlich weniger Waren

China kauft 2015 deutlich weniger Waren im Ausland ein. Die Importe brachen in den ersten drei Monaten um mehr als 17 Prozent ein. Gleichzeitig sanken auch die chinesischen Exporte um knapp 15 Prozent.

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Ein überraschend starker Rückgang des chinesischen Außenhandels weckt neue Sorgen über den Zustand der zweitgrößten Volkswirtschaft. Die Ausfuhren fielen im März drastisch um 14,6 Prozent im Vorjahresvergleich, während die Einfuhren um 12,3 Prozent zurückgingen, wie die Zollverwaltung am Montag in Peking berichtete.

Experten hatten eigentlich einen Anstieg der Exporte nach dem chinesischen Neujahresfest im Februar um mehr als zehn Prozent erwartet. Der ungewöhnliche Rückgang der Ausfuhren demonstriert die schwache Nachfrage nach Waren „Made in China“ in einer schlechten Weltkonjunktur.

Im ersten Quartal ging der Außenhandel der größten Handelsnation damit um 6 Prozent auf 5,54 Billionen Yuan (heute umgerechnet 841 Milliarden Euro) zurück, womit China einen wichtigen Wachstumstreiber verliert. Als Ziel für dieses Jahr hatte die Regierung eigentlich einen Zuwachs des Außenhandels um sechs Prozent vorgegeben.

Die Exporte stiegen in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch um 4,9 Prozent, während die Importe um 17,3 Prozent zurückgingen. Der anhaltende Rückgang der Einfuhren deutet auch schwache heimische Nachfrage in China hin. Angesichts der schlechten Handelsdaten rechnen Analysten mit neuen Stimulus-Maßnahmen.

Nach 7,4 Prozent im Vorjahr soll die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr nur noch um „rund sieben Prozent“ wachsen – so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr. Ministerpräsident Li Keqiang sprach am vergangenen Freitag von einem „wachsenden Abwärtsdruck“ der chinesischen Wirtschaft.

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