Starker Dollar schadet den Exporten von US-Technologie

Die US-Konzerne mussten aufgrund des starken Dollars im ersten Quartal Einnahme-Verluste hinnehmen. Insbesondere die Technologie-Branche ist betroffen, denn diese ist hochgradig von den Auslandsmärkten abhängig. Der starke Dollar bremst auch den US-Arbeitsmarkt.

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Der Euro hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Dollar massiv an Wert verloren. (Grafik: Ariva)

Der Euro hat im vergangenen Jahr gegenüber dem Dollar massiv an Wert verloren. (Grafik: Ariva)

Der starke Dollar wird zur Belastungsprobe für zahlreiche US-Konzerne. Dazu gehören unter anderem IBM, General Motors, United Technologies, Coca-Cola und McDonalds. General Electric (GE) und Philipp Morris meldeten vergangene Woche, dass der starke Dollar ihre Einnahmen im ersten Quartal um jeweils fast eine Milliarde Dollar reduziert habe.

Doch vor allem Technologie-Firmen wie Apple sind negativ betroffen, da diese einen Großteil ihrer Einnahmen im Ausland erwirtschaften. Technologie-Unternehmen sind der Stärke des Dollar akut ausgesetzt, da dieser Sektor mehr Umsatz im Ausland als jeder andere Sektor erwirtschaftet, berichtet die Financial Times. Die US-Exporteure sind ebenfalls unzufrieden mit der Dollar-Aufwertung. Sie führt dazu, dass ihre Export-Güter teurer werden, so verlieren die Unternehmen international an Wettbewerbsfähigkeit.

Auch der US-Arbeitsmarkt leidet unter der Dollar-Entwicklung. Die US-Konzerne halten sich mit Neueinstellungen von Arbeitskräften zurück – im März wurden nur halb so viele Jobs geschaffen, als zuvor erwartet wurde. „Keine Frage, die Wirtschaft leidet unter den negativen Folgen des starken Dollar (…) Die Unternehmensgewinne stehen unter Druck, die geringeren Neueinstellungen sind eine Reaktion darauf“, zitiert Bloomberg den Analysten Jim Baird vom Finanzhaus Plante Moran Financial Advisors.

Larry Fink, Vorstandsvorsitzender des weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock, warnte vergangene Woche vor einem Vertrauensverlust in den Dollar. „Während die US-Wirtschaft als Ganzes ist nicht übermäßig auf die Exporte angewiesen ist, sind es allerdings viele unserer größten und einflussreichsten Unternehmen“, so Fink.

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