Schweiz: Nationalbank verschärft Straf-Zinsen, Franken stürzt ab

Die Schweizerische Nationalbank meldete am Mittwoch eine Verschärfung der Straf-Zinsen. Künftig sind noch mehr Girokonten-Inhaber vom Negativzins betroffen. Das trifft vor allem die Pensionskassen hart.

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Der Schweizer Franken hat am Mittwoch zum Euro deutlich an Wert verloren. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/chf-eur-schweizer_franken-euro-kurs/realtime-chart" target="_blank">ariva.de</a>)

Der Schweizer Franken hat am Mittwoch zum Euro deutlich an Wert verloren. (Grafik: ariva.de)

Nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Mittwoch verkündet hat, dass sie den „Kreis der nicht den Negativzinsen unterstellten Girokonto-Inhaber deutlich verkleinert“, hat der Franken zum Euro und Dollar an Wert verloren.

In der SNB-Mitteilung heißt es:

„Konkret werden künftig die Girokonten bundesnaher Betriebe bei der SNB ebenfalls den Negativzinsen unterstellt, unter anderem die Pensionskasse des Bundes PUBLICA. Die betroffenen Kontoinhaber erhalten den Minimal-Freibetrag von 10 Mio. Franken, auf denen kein Negativzins geschuldet ist. Ausserdem werden die Konten der Kantone Genf und Zürich sowie der Stadt Zürich aufgelöst. Die drei Konten hatten kaum noch Verwendung gefunden und die Konteninhaber sind nicht mehr Teil des aktuellen Geschäftskreises der Nationalbank. Ebenfalls dem Negativzins unterstellt wird das Konto der Pensionskasse der SNB. Künftig werden nur noch die Girokonten der zentralen Bundesverwaltung und der Ausgleichsfonds AHV/IV/EO nicht den Negativzinsen unterliegen. Die SNB wird die Entwicklung der Giroguthaben auf diesen Konten aber weiterhin beobachten.“

Aufgrund der Negativzinsen interessieren sich Schweizer Pensionskassen und Versicherungen zunehmend für Investitionen in Infrastruktur-Anlagen. Dabei bieten sich nicht-börsennotierte Anlagen mit langfristigen Renditen an. Der Vorteil dabei ist, dass der Staat in der Regel für solche Bauten haftet, weshalb das Risiko gering ist.

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