Europcar bringt Car-Sharing für Geschäftswagen nach Deutschland

Europcar erweitert sein Angebot für Mietwagen in Unternehmen. Sein neuer Car-Sharing Dienst für Geschäftswagen profitiert von dem Trend weg vom eigenen Auto und soll auf alle europäischen Märkte expandieren. Europcar passt damit sein Geschäftsmodell dem Vormarsch von Shareconomy-Fahrdiensten wie Uber und Blablacar an.

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Das Leihwagen-Unternehmen Europcar erweitert seinen jüngst zugekauften Car-Sharing Dienst für Unternehmen: Der Geschäftswagen-Verleih Ubeeqo kommt von Frankreich aus künftig auf alle europäischen Märkte. Der größte europäische Mietwagenkonzern passt damit sein Geschäftsmodell dem veränderten Nutzerverhalten und dem Vormarsch von Fahrdiensten wie Uber und Blablacar an.

Der neue Chef Germond sagte der Financial Times, der Service namens Ubeeqo solle in den kommenden Monaten von Frankreich zunächst auf Großbritannien und Deutschland erweitert werden. Der Schritt sei demnach ein weiteres Beispiel für die Veränderungen im Automarkt hin zur so genannten Shareconomy: Die Kunden nutzen Autos zunehmend gemeinsam, statt sie zu besitzen. Der Erfolg der Mitfahrzentrale Blablacar und des Fahrdienstes Uber seien dafür Belege.

„Der Trend geht vom Autobesitz zur Autobenutzung“ so Germond zur FT. Man wolle das Portfolio daher auf alle verfügbaren neuen Mietformen ausweiten. Germond sieht diese neuen Dienste dabei nicht als Bedrohung, sondern im Gegenteil als hilfreich für den gesamten Mietwagenmarkt, da mehr Nutzungs-Möglichkeiten langfristig die Kunden dazu bringen, ihr eigenes Auto loszuwerden.
Ubequoo ist ein französisches Startup, das Europcar 2015 gekauft hat und dessen Geschäftsmodell darauf beruht, das Geschäftskunden ihre Wagen per App aus einer zentralen Mietflotte bestellen können, statt jeweils ein persönliches Geschäftsauto zu besitzen. Das Modell wird daher auch Fleet-Sharing genannt.

Auch der Carsharing-Dienst Car2go gehört Europcar gemeinsam mit Daimler und macht ebenfalls bereits rund die Hälfte des Umsatzes mit Autos für Geschäftskunden.

Europcar selbst macht insgesamt rund 20 Prozent des Mietwagenmarktes in Europa aus und wurde kürzlich selbst von dem Investor Eurazeo gekauft. Dieser hofft, mit dem bevorstehenden Börsengang den Kaufpreis von 3,5 Milliarden wieder hereinzuholen.

Für die Zukunft sei man zuversichtlich: Etwa die Hälfte des Transformationsplans für den im Gegensatz zum Automarkt für Käufer wachsenden europäischen Mietwagen-Markt sei bereits abgeschlossen.

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