Börse: Dax schließt erneut über 12.000 Punkten

Nach anfänglicher Schwäche legt der Dax den Turbo ein: Auslöser ist die Einschränkung der Macht von Varoufakis bei der European Working Group (EWG) - ein Vertrauter von Tsipras wird nun in den Verhandlungen mit den Gläubigern in die erste Reihe rücken. Das nährt den Optimismus, dass doch noch eine Einigung mit den Gläubigern gefunden werden kann.

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Neue Hoffnungen auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit haben den europäischen Börsen am Montag Auftrieb gegeben. Der EuroStoxx50 überwand seine Schwäche und stieg bis zum frühen Nachmittag um ein Prozent auf 3746 Punkte. Der Dax notierte sogar 1,3 Prozent fester bei 11.968 Zählern und profitierte dabei vom Höhenflug der VW-Aktie. Sie stieg nach dem Abgang des langjährigen Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech um bis zu 5,1 Prozent. Der Kurssturz der Deutschen Bank bremste den deutschen Leitindex dabei allerdings.

Genährt wurden die Griechenland-Spekulationen Börsianern zufolge von einem Bericht in der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung. Dem zufolge will die Athener Regierung ihren europäischen Geldgebern mit neuen Reform-Vorschlägen entgegenkommen, um die drohende Staatspleite abzuwenden. Dazu gebe Ministerpräsident Alexis Tspiras sogar Wahlversprechen auf. „Es muss klar sein, wenn sie Geld von anderen haben wollen, müssen sie sich auch den Bedingungen stellen“, betonte Michael Hüther, Direktor des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft. Der Athener Leitindex stieg am Montag um bis zu 1,6 Prozent und der Bankenindex zeitweise sogar um 7,2 Prozent. Auch griechische Staatsanleihen waren wieder gefragt. Dies drückte die Rendite der zweijährigen Titel, die zuvor auf knapp 27 Prozent gestiegen war, auf 25,657 Prozent.

Im Gegenzug bröckelte der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, um 16 Ticks auf 159,13 Punkte ab. Der Euro blieb von dieser Entwicklung dagegen unbeeindruckt und kostete mit 1,0830 Dollar weiterhin einen knappen halben US-Cent weniger als zum New Yorker Freitagsschluss.

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