Finnland feuert Warnschüsse auf angeblich feindliches U-Boot

Unterwasser-Alarm in Skandinavien: Die finnische Marine hat Warnbomben auf ein angebliches U-Boot abgegeben, das angeblich in finnischen Hoheitsgewässern kreuzte. Erst vor wenigen Monaten hatten die Schweden ein angebliches russisches U-Boot gejagt. In Finnland wird eine Regierung gebildet, es werden harte Budgetverhandlungen erwartet. Gut denkbar, dass die finnische Armee mit der Aktion auf hoher See versucht, von Kürzungen verschont zu bleiben.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Finnlands Marine hat Warnschüsse gegen ein verdächtiges ausländisches Unterwassergefährt in den Hoheitsgewässern vor der Hauptstadt Helsinki abgegeben. «Unser Überwachungssystem hat Montagmittag und Dienstagmorgen Signale empfangen und wir haben das Objekt in finnischen Territorialgewässern lokalisiert», sagte der Kapitän der Marine, Olavi Jantunen, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Demnach warf ein finnisches Marineschiff mehrere sogenannte Warn-Wasserbomben ab. Nach Jantunens Angaben konnte das Objekt zunächst nicht identifiziert werden. Es wurde als nicht bestätigtes Unterwasserziel klassifiziert. Die Analyse des Vorfalls durch die Marine könne Tage oder sogar Wochen dauern.

Vor einigen Monaten hatten die Schweden angeblich ein russisches U-Boot vor Stockholm ausgemacht. Daraufhin wurde der Militär-Etat erhöht. Später räumte eine schwedischer Marine-Admiral ein, dass ein kursierendes Foto nicht den russischen Feind, sondern das Plastikboot zeige.

In Finnland ist eben erst eine neue Regierung gewählt worden, die einen schlankeren HAushalt anstrebt und nicht so russophob ist wie die Regierung von Alexander Stubb ist. In Militärkreisen gilt es als bewährte Methode, Budgetverhandlungen durch ein wenig Säbelrasseln zu beeinflussen, um den Militär-Etat wegen einer angeblichen Bedrohung von Einsparungen zu verschonen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht vom System und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick