Finnland feuert Warnschüsse auf angeblich feindliches U-Boot

Unterwasser-Alarm in Skandinavien: Die finnische Marine hat Warnbomben auf ein angebliches U-Boot abgegeben, das angeblich in finnischen Hoheitsgewässern kreuzte. Erst vor wenigen Monaten hatten die Schweden ein angebliches russisches U-Boot gejagt. In Finnland wird eine Regierung gebildet, es werden harte Budgetverhandlungen erwartet. Gut denkbar, dass die finnische Armee mit der Aktion auf hoher See versucht, von Kürzungen verschont zu bleiben.

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Finnlands Marine hat Warnschüsse gegen ein verdächtiges ausländisches Unterwassergefährt in den Hoheitsgewässern vor der Hauptstadt Helsinki abgegeben. «Unser Überwachungssystem hat Montagmittag und Dienstagmorgen Signale empfangen und wir haben das Objekt in finnischen Territorialgewässern lokalisiert», sagte der Kapitän der Marine, Olavi Jantunen, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Demnach warf ein finnisches Marineschiff mehrere sogenannte Warn-Wasserbomben ab. Nach Jantunens Angaben konnte das Objekt zunächst nicht identifiziert werden. Es wurde als nicht bestätigtes Unterwasserziel klassifiziert. Die Analyse des Vorfalls durch die Marine könne Tage oder sogar Wochen dauern.

Vor einigen Monaten hatten die Schweden angeblich ein russisches U-Boot vor Stockholm ausgemacht. Daraufhin wurde der Militär-Etat erhöht. Später räumte eine schwedischer Marine-Admiral ein, dass ein kursierendes Foto nicht den russischen Feind, sondern das Plastikboot zeige.

In Finnland ist eben erst eine neue Regierung gewählt worden, die einen schlankeren HAushalt anstrebt und nicht so russophob ist wie die Regierung von Alexander Stubb ist. In Militärkreisen gilt es als bewährte Methode, Budgetverhandlungen durch ein wenig Säbelrasseln zu beeinflussen, um den Militär-Etat wegen einer angeblichen Bedrohung von Einsparungen zu verschonen.

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