Ukraine: Rebellen melden Vorbereitung von Provokationen durch Rechtsextreme

Die Rebellen im Osten der Ukraine fürchten, dass rechte Milizen die anstehenden Feierlichkeiten zum Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland nutzen wollen, um Sabotage-Aktionen gegen den Donbass durchzuführen. Zudem würden sich Ausländer in den Reihen der Freiwilligen-Bataillone befinden. Die Milizen hatten zuvor angekündigt, sich nicht an die Minsker Vereinbarung halten zu wollen.

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Nach Angaben des ukrainischen Rebellen-Sprechers Eduard Bassurin plant das ukrainische Militär auf dem Territorium der „Volksrepublik Donezk“ Provokationen in Form von Sabotage-Aktionen. Diese sollen zwischen dem 8. und 9. Mai – während der Feierlichkeiten zum Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland – stattfinden.

„Sabotage-Gruppen arbeiten entlang der Kontaktlinie. Deshalb erwarten wir Provokationen, die auf den 8. und 9. Mai fallen werden. Wir verfügen über Informationen, wonach sich vor Ort Ausländer befinden“, zitiert die Nachrichtenagentur Tass Bassurin. Vergangene Woche meldete der Rebellen-Sprecher, dass sich rechtsradikale Freiwilligen-Verbände auf Provokationen im Osten der Ukraine vorbereiten würden. Diese seien von der Nato ausgebildet worden.

Unklar bleibt, ob die Aussagen Bassurins auf stichhaltigen Informationen beruhen. Doch tatsächlich werden Mitglieder rechter Freiwilligen-Milizen in der Stadt Jaworiw von US-Fallschirmjägern ausgebildet. Es finden auch gemeinsame Manöver mit der Neo-Nazi-Miliz Asow statt. Diese sind gegen die Minsker Vereinbarung und möchten einen militärischen Sieg über die Rebellen erringen.

Auf Seiten der Freiwilligen-Milizen herrscht jedenfalls nach Informationen der OSZE in der Ukraine eine angespannte Stimmung. In einer Mitteilung der OSZE heißt es: „Am 26. April sprach die OSZE-Beobachtergruppe im von der Regierung kontrollierten Trokhizbenka (33 Kilometer nordwestlich von Lugansk) mit dem Kommandeur des Aidar-Bataillons und sechs seiner Soldaten. Der Kommandant äußerte sich besorgt über die Feierlichkeiten am 9. Mai. Er befürchtet, dass bewaffnete Mitglieder der ,Volksrepublik Lugansk´ (LPR) betrinken werden. Die OSZE-Beobachtergruppe schlug ein Treffen mit einem Vertreter der LPR vor, der vor dem 9. Mai stattfinden soll. Der Kommandeur unterstützte die Idee.“

Die Mitglieder der Aidar-Miliz befürchten wiederum, dass die betrunkenen Rebellen Angriffe gegen sie starten könnten.

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