Jazenjuk: Gehässige Ausfälle gegen Russland zum Weltkrieg-Gedenken

Während sich Deutschland und Russland um eine Entspannung in der Ukraine-Krise bemühen, fällt der von den USA ausgewählte Premier Jazenjuk durch besondere Gehässigkeiten gegen die Russen auf: Er liefert militanten Nationalismus in Reinkultur.

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Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat Russland zum 70. Jahrestag des Kriegsendes eine verbrecherische Politik vorgeworfen. Russland beanspruche nicht nur den Sieg gegen Hitler für sich allein, behauptete der Politiker am Freitag. Das Nachbarland führe zudem im Donbass heute einen Krieg gegen die Ukraine. Das sei ein «historisches Verbrechen», sagte Jazenjuk. Die Ex-Sowjetrepublik gedachte erstmals am 8. Mai des Kriegsendes von 1945. Am 9. Mai wird auch der Tag des Sieges über Hitler gefeiert.

«Der Sieg über den Nationalsozialismus brachte auch unserem Volk keine Freiheit», sagte Jazenjuk. Wie ganz Osteuropa habe die Ukraine unter «sowjetischer Okkupation, Totalitarismus» gelitten. Darüber, dass die sowjetische Führung zu großen Teilen auch aus Ukrainern bestand, sagte der Regierungschef nichts.

Mit Blick auf den Konflikt in dem von Rebellen teilweise kontrollierten Ostukraine sagte Jazenjuk: «Wir haben unsere Heimaterde damals verteidigt, wir verteidigen unser Land heute. Wir haben damals gesiegt, wir werden heute siegen! Ruhm der Ukraine! Ehre den Helden!» Die Ukraine habe im Zweiten Weltkrieg 14 Millionen Menschen verloren, sagte Jazenjuk. Russland begeht offiziell den Sieg der Sowjetvölker und unterscheidet dabei nicht nach Nationalitäten.

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