USA fürchten Abschuss von Satelliten durch China und Russland

Die USA haben über 500 Satelliten im Weltall. China und Russland bereiten angeblich eine Anti-Satelliten-Waffe vor. Washington fürchtet kriegerische Absichten Pekings und bereitet sich auf einen möglichen „Krieg der Sterne“ vor. Für die Amerikaner sind vor allem die Spionage-Satelliten von großer strategischer Bedeutung.

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John Hyten ist US-Befehlshaber des Weltraumkommandos der Air Force (AFSPC). Er vertritt die Ansicht, dass China und Russland an Waffen arbeiten, die US-Satelliten abschießen sollen. (Foto: AFSPC)

John Hyten ist US-Befehlshaber des Weltraumkommandos der Air Force (AFSPC). Er vertritt die Ansicht, dass China und Russland an Waffen arbeiten, die US-Satelliten abschießen sollen. (Foto: AFSPC)

Am 19. Juli 2013 startete die Atlas V MUOS-2 vom Raketenstartgelände der US-Luftwaffe am Cape Canaveral in Florida. (Foto: AFSPC)

Am 19. Juli 2013 startete die Atlas V MUOS-2 vom Raketenstartgelände der US-Luftwaffe am Cape Canaveral in Florida. (Foto: AFSPC)

Die über 500 US-Satelliten seien großen Bedrohungen ausgesetzt, so der US-Befehlshaber des Weltraumkommandos der Air Force (AFSPC), John Hyten. China expandiere in der Weltraumforschung und sei dabei, eine effektive Anti-Satelliten-Waffe zu entwickeln. „China fährt damit fort, Tests durchzuführen. Die Tests führen sie durch um im Konfliktfall mit einer anderen Nation, Angriffe auf Satelliten durchzuführen. Und das ist eine schlechte Entwicklung für die USA und für den Planeten“, sagt Hyten in einem Interview mit dem Sender CBS News. Doch Amerika sei gewappnet. Die USA würden zehn Mal mehr als China für ihr Weltprogramm ausgeben. Zudem hätten die Amerikaner Anti-Satelliten-Waffen bisher erfolgreich getestet. Die Regierung in Peking sei sich dieser Tatsachen bewusst. Die USA müssten mit einer direkten chinesischen Gefahr in fünf bis zehn Jahren rechnen.

Nach Schätzungen des Pentagons gibt die AFSPC jährlich zehn Milliarden für die Weltraumforschung aus. Doch nach Angaben des Weißen Hauses beläuft sich diese Summe auf 25 Milliarden Dollar, da unter Verschlusssache stehende Ausgaben und Ausgaben für reine Spionage-Satelliten hinzukommen. Die NASA und alle anderen Weltraumbehörden der USA, so Hyten, hätten ein viel geringeres Budget.

Hyten wörtlich: „Das Weltraumkommando hat 38.000 Piloten an 134 Orten der Welt (…) Einer ihrer Aufgaben ist es sicherzustellen, dass US-Satelliten jederzeit von der Startrampe auf dem Luftwaffenstützpunkt in Vandenberg – Kalifornien – ungehindert ins All gelangen (…) Heute beobachten unsere Satelliten insgesamt 23.000 Objekte. Von diesen sind 1.300 aktive Satelliten. Der Rest sind Satelliten-Trümmer.“

Im aktuellen Jahr sollen weitere 30 zivile und militärische Satelliten ins All befördert werden. Als weitere Bedrohung im militärischen Weltraumsektor macht Hyten Russland aus. Die Russen hatten die Amerikaner mit Fotos ihres eigenen Spionage-Satelliten überrascht, die zwischen 2005 und 2010 geschossen wurden. Auch wenn die Fotos unspektakulär sind: Die US-Regierung rätselt immer noch, was Russland mit der Veröffentlichung bezwecken wollte.

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