Athen: Merkel stimmt Einstellung von Reinigungs-Frauen zu

Der griechische Premier Tsipras hat mitgeteilt, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihre Unterstützung zur Wiedereinstellung von gefeuerten Reinigungsfrauen in den Staatsdienst ausgedrückt. Gleichzeitig verkündet die Regierung in Athen, am Dienstag 756 Millionen Euro an den IWF überweisen zu wollen.

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Der griechische Premier Alexis Tsipras hat am Montag mit den von der Vorgänger-Regierung widerrechtlich gefeuerten Reinigungsfrauen deren Wiedereinstellung in den Staatsdienst gefeiert. Wie die griechische Website Enikos berichtet, konnte der griechische Premier zu diesem Anlass ein kleines Geheimnis enthüllen: Angela Merkel habe ihm im privaten Gespräch ihre Sympathie für diese Maßnahme zum Ausdruck gebracht: Sie unterstütze den Kampf der Frauen, habe ihm Merkel gesagt. Im Bundeskanzleramt wollte man sich zu diesem Vorgang nicht äußern: Ein Regierungssprecher sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: «Wir berichten grundsätzlich nicht aus vertraulichen Gesprächen der Bundeskanzlerin.»

Mit der Entlassung der Mitarbeiterinnen hatte die konservative Vorgänger-Regierung versucht, einer der Vorgaben der Troika zu entsprechen. Die Troika verlangt seit dem Beginn der Kredit-Programme für den griechischen Staat eine drastische Reduktion der Angestellten im öffentlichen Dienst.

Auch an einer anderen Front ließ die griechische Regierung Symbole spreachen: Griechenland wolle alle seine Verpflichtungen erfüllen, sagte der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis am Montag in Athen. Er reagierte damit auf die Frage, ob Griechenland an diesem Dienstag eine Tilgungszahlung an den IWF in Höhe von 756 Millionen Euro leisten werde. «Die griechische Regierung hat die Verantwortung, alle ihre Verpflichtungen sowohl im In- als auch im Ausland zu erfüllen», sagte Sakellaridis.

Insgesamt deuten die Zeichen darauf hin, dass sich Griechenland und die Euro-Retter in Richtung einer Einigung bewegen.

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