Flucht in Sachwerte: Crash-Gefahr bei Luxus-Immobilien

Die Niedrigzinsen und die starken Schwankungen an den Finanzmärkten haben im vergangenen Jahr für einen regelrechten Boom unter den Verkäufen von Luxus-Immobilien geführt. Die Millionäre suchen nach sicheren Anlagen. Dadurch wächst aber die Crash-Gefahr auf dem Markt.

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Der Markt für Luxusimmobilien boomt: 2014 ist er in bestimmten Städten weltweit so schnell wie schon seit Jahren nicht mehr gewachsen, wie der neue Bericht von Christie’s International Real Estate zeigt. So wurden mehr Luxusimmobilien ab einem Verkaufswert von 100 Millionen und mehr ge- und verkauft als bisher.

Zum Vergleich: Wechselte 2013 lediglich eine Immobilie für einen Preis von mehr als 100 Millionen Dollar den Eigentümer, so waren es im vergangenen Jahr fünf Luxusimmobilien. Was für Immobilien in dieser Preisklasse dem Bericht zufolge eine sehr hohe Fluktuation ist.

Insgesamt lag der durchschnittliche Startpreis für Luxusimmobilien 2014 bei 2 Millionen Dollar. Was genau als Luxusimmobilie gewertet werden kann, ist regional jedoch sehr unterschiedlich. So kann man derzeit im südafrikanischen Durban bereits eine Luxusimmobilie ab einem Startpreis von 750.000 Dollar ergattern. In Beverly Hills hingegen kommt man erst ab acht Millionen ins Geschäft.

Das teuerste verkaufte Objekt dieser Art war im vergangenen Jahr ein Anwesen auf den Hamptons vor New York. 147 Millionen Dollar zahlte der neue Eigentümer für das sieben Hektar große Anwesen. Ein Anwesen an der französischen Côte d’Azur war  mit einem Preis von 146 Millionen Dollar die zweitteuerste, verkaufte Luxusimmobilie des vergangenen Jahres.

Mit Blick auf die Preise und den jeweiligen Luxus, den die Käufer dafür erhalten, hat Christie’s den Luxury Index zusammengestellt. London führt diese Liste an, gefolgt von New York, Hongkong und Sidney. Toronto ist zwar nur auf Platz zehn des Indexes, doch dem Bericht zufolge spielte sich insgesamt am Luxus-Immobilienmarkt hier sehr viel im vergangenen Jahr ab.

Die Nachfrage nach Luxusimmobilien sei gestiegen, da immer mehr Wohlhabende nach einer Möglichkeit suchen, ihr Geld in einen sicheren Hafen zu bringen, so der Bericht. „Man schaut auf ein Universum von 1.800 Millionären, die dabei sind, Mitglieder dieses Clubs von Sammlern der einzigartigen und unglaublichsten Immobilien auf der Welt zu werden“, sagt Dan Conn von Christie’s Bloomberg. „Das ist etwas, an dem sie sich ein Leben lang festhalten können, wie ein Picasso oder ein Warhol.“

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